„Ziel muss gesellschaftliche Umverteilung von Arbeit sein“

In einem Statement für die Internetplattform Xing nimmt Cornelia Möhring Stellung zu Fragen der Familienpolitik.

Das Hamsterrad dreht sich für viele immer schneller. Das gilt insbesondere für Frauen, die zusätzlich zur Erwerbsarbeit noch immer die Hauptverantwortung für Haushalt, Kinder oder pflegebedürftige Angehörige haben. Sie arbeiten im Schnitt über die Hälfte der Zeit unbezahlt, Männer ca. ein Viertel. Dazu kommt: Während die einen Überstunden anhäufen, finden andere gar keine Erwerbsarbeit.

Zentrale Maßnahmen für eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die auf Entlastung ausgerichtet sind und nicht darauf, immer noch mehr Arbeit in einen Tag zu pressen, müssen daher auf die gesellschaftliche Umverteilung von Arbeit abzielen, um Zeitsouveränität für die Einzelnen zu schaffen:

Dazu gehört eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und notwendigen Personalausgleich auf der einen Seite, ein neues Normalarbeitsverhältnis mit einer kürzeren Vollzeit um die 30 Stunden pro Woche.

Und dazu gehört der Ausbau der sozialen Infrastruktur auf der anderen Seite mit einem bedarfsgerechten und qualitativ hochwertigen Ganztagsbetreuungsangebot für Kinder. Im Bereich Pflege fordern wir den Ausbau der öffentlichen Strukturen, eine sechswöchige bezahlte Pflegezeit und die Weiterentwicklung der Pflegeversicherung zu einer Vollversicherung.

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