Von ökonomischer Gleichstellung weit entfernt

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“Jetzt feiern sich alle, dass die Bundesrepublik wieder in den Top Ten im jährlichen Gleichstellungsranking des Weltwirtschaftsforum gelandet ist. Zur Story gehört aber eben auch: Das Ranking zeigt vor allem, dass es nicht länger weiter bergab geht. 2006 war Deutschland noch auf Platz 5. Und jenseits des Gesamtergebnisses stellen die Ergebnisse im Detail halt immer noch ein mieses Bild dar. Im Bereich Wirtschaft hat sich Deutschland verschlechtert – vom 36. auf den 48. Platz. In einer Gesellschaft, in der sich Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe in höchstem Maße aus der wirtschaftlichen Stellung ableiten, muss das als Alarmsignal begriffen werden”, so Cornelia Möhring, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und frauenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE.

Möhring weiter: “Eine Bundeskanzlerin Merkel poliert so ein Ranking natürlich auf. Für Frauen, die immer noch über 20 Prozent weniger Gehalt bekommen, Alleinerziehende, die ihre Kinder mit Minijob und aufstockendem Hartz IV durchbringen müssen, und Rentnerinnen, die Flaschen sammeln, ist relevanter, welche Politik gemacht wird. Und da zeigt sich leider, dass eine Frau als Chefin eben noch lange nicht automatisch Politik für Frauen macht.”

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