Das muss drin sein! Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen der Helios Kliniken Schleswig!


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Euch steht das Wasser bis zum Hals! Dass Ihr die Kraft aufbringt, Euch zu wehren: Respekt!

Es kann nicht sein, dass Krankenhäuser wie Wirtschaftsunternehmen geführt werden, dass Profit mehr zählt als die Gesundheit der Beschäftigten. Es kann nicht sein, dass Dienstpläne das Papier nicht wert sind, auf dem sie stehen. Und es ist eine Unverschämtheit, Euch mit dem Argument aus dem Frei zu holen, die PatientInnenversorgung wäre sonst gefährdet. Nicht Euer Anspruch auf Erholung gefährdet das Wohlergehen der Patientinnen und Patienten, sondern eine vollkommen verfehlte Personalpolitik!

Dass Ihr euch wehrt, ist genau der richtige Weg. Dafür möchte ich Euch nicht nur meine Solidarität aussprechen, sondern ich möchte mich auch bei Euch bedanken: Für Eure Solidarität mit all den Patientinnen und Patienten, eigentlich mit allen Schleswigern, die alle potentielle Patientinnen und Patienten sind, und sich eine gute Gesundheitsversorgung wünschen. Denn mehr Personal und gute Arbeit – also eine Eurer schweren und verantwortungsvollen Arbeit angemessene Bezahlung und Arbeitsbedingungen, die Euch nicht krank machen – sind die Voraussetzung für gute Pflege und eine gute Versorgung.

Die Auseinandersetzung an der Charité in Berlin hat gezeigt: Kämpfen lohnt sich – auch wenn man dafür manchmal einen langen Atem braucht! Nach über zwei Jahren wird hier der erste Tarifvertrag in der Geschichte der Bundesrepublik für mehr Personal im Krankenhaus abgeschlossen.
Ich wünsche euch die Kraft und das Durchhaltevermögen, Eure Forderungen durchzusetzen. Wir, DIE LINKE, sind an Eurer Seite.

Solidarische Grüße,
Cornelia Möhring