Rechte statt Repressionen

Presseerklärung anlässlich der Bundestagsdebatte über Sexarbeit

Berlin, 14.01.2015] In der aktuellen Debatte um Sexarbeit wird immer wieder vergessen, dass wir hier von einem legalen Beruf und keinem Straftatbestand sprechen. Das Grundgesetz darf nicht für individuelle Moralvorstellungen verkauft werden. Das wäre ein schlechtes Geschäft für sehr viele Frauen“, konstatiert Cornelia Möhring, frauenpolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag anlässlich der heutigen Debatte zu Sexarbeit im Plenum. Die LINKE hat hierzu den Antrag‚ Selbstbestimmungsrechte von Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern stärken‘ eingebracht.

Möhring weiter: „Prostituierte brauchen deshalb Rechte statt Repressionen. Sie brauchen so viele Rechte, das Zwang nicht mehr möglich ist. Wie auch immer dieser Zwang aussieht. Daher besteht Regelungsbedarf im Sinne der Beschäftigten. Etwa eine Definition von Mindeststandards für Prostitutionsstätten um die sexuelle Selbstbestimmung von Sexarbeiterinnen zu sichern und eine angemessene soziale Absicherung und Armutsbekämpfung.“

Zum Weiterlesen:
Position zum Prostituiertenschutzgesetz

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