Ein Tag beim Gremium für die Fragen der deutschen Minderheit in Dänemark

dt Minderheit in Dänemark

Beate Schnack (Verantwortl. für Minderheiten in der Landesregierung Schleswig-Holstein), Simone Lange, MdL (SPD), und Cornelia Möhring

In dieser Wahlperiode bin ich als Abgeordnete aus Schleswig-Holstein auch für die Belange der Minderheiten in meinem Bundesland verantwortlich. Am 5. Februar fand die erste Sitzung des Gremiums für die Fragen der deutschen Minderheit in Nordschleswig statt.

Auf Einladung des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN) fuhren wir früh am Morgen in die deutsche Schule in Pattburg (Dänemark). Dort führte uns die Schulleiterin durch die Gebäude und erläuterte uns das Ausbildungskonzept ihrer mehrsprachigen Schule. Die Probleme sind im Großen und Ganzen natürlich ähnlich wie an den Schulen in Deutschland auch: Wenig Planungssicherheit durch schwankende Anmeldezahlen von Schülerinnen und Schülern und allgemeine Kürzungsmaßnahmen im Bildungsbereich gibt es nördlich wie südlich der Grenze. Aber dazu kommen Schwierigkeiten, die allein die Minderheit betreffen. Immer wieder fordert die dänische Regierung eine angemessene Beteiligung der deutschen Seite am Schulsystem der deutschen Minderheit ein und droht damit, ansonsten ebenfalls Zuschüsse zu kürzen. Zudem können nur in absoluten Ausnahmefällen Schülerinnen und Schüler deren Eltern in Deutschland wohnen in den Minderheitenschulen aufgenommen werden.

Nach einer kurzen Fahrt nach Krusau (Dänemark) fand dann im Haus „Quickborn“ die Gremiensitzung statt. Hier gab es dann nach einer Begrüßung durch den Landtagspräsidenten Klaus Schlie (CDU) interessante Berichte aus den einzelnen Bereichen der Minderheitenarbeit in Dänemark von Hinrich Jürgensen (BDN), Jan Diedrichsen (BDN und FUEV), Claus Diedrichsen (BDN Schulverein), Gwyn Nissen (Zeitung „Der Nordschleswiger), Uwe Jessen (BDN) und von Prof. Dr. Utz Schliesky (Landtagsdirektor in Kiel).

Auch dabei ging es natürlich in der Hauptsache darum, die Finanzierung der Arbeit der deutschen Minderheit in Nordschleswig zu sichern und zu verstetigen. Im Grunde genommen sind sich alle politischen Akteure einig, dass das notwendig ist, nur wenn es im Haushaltsausschuss des Bundestages zum politischen Schwur kommt, wird das Ganze manchmal schwierig.

Nun stellt DIE LINKE nicht nur mit Dietmar Bartsch einen qualifizierten Berichterstatter zu diesem Thema im Ausschuss, sondern auch mit Gesine Lötsch die Vorsitzende. Ich werde jedenfalls mit den beiden zusammen alles dafür tun, dass die die gute Minderheitenarbeit des BDN auch in Zukunft von der Bundesregierung verlässlich und auskömmlich gefördert wird.