An der Wurzel packen statt nur Ästchen stutzen

Presseerklärung zum Antrag der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 18/10864):
Diskriminierung bekämpfen – Verbandsklagerecht einführen

„Die Forderung nach einem Verbandsklagerecht, das Organisationen ermöglichen würde anstelle von Personen gegen Verstöße gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz zu klagen, bringen wir mit einem Antrag in den Bundestag ein. Strukturelle Diskriminierungen, die sich auf eine Gruppe von Menschen beziehen, können und dürfen nicht zu Einzelschicksalen gemacht werden, denn sie sind es nicht. Betroffen sind etwa Frauen, die schlechter bezahlt werden als ihre männlichen Kollegen, oder Menschen, die einen Job nicht bekommen, weil sie an einen anderen Gott glauben als der Arbeitgeber“, sagt Cornelia Möhring, frauenpolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag anlässlich der Beratung zum Antrag der Linken „Diskriminierung bekämpfen – Verbandsklagerecht einführen“ am Donnerstag.

Möhring weiter: „Wenn wir Diskriminierungen wirksam bekämpfen wollen, müssen wir sie an der Wurzel packen und nicht nur die Ästchen stutzen. Eine Einzelklage gegen Diskriminierungen braucht Mut, Zeit und Geld. Das können viele Menschen nicht aufbringen, ihre Rechte werden zu bloßem Schall und Rauch. Viele Menschen erleben so eine doppelte Diskriminierung. Wir brauchen ein Verbandsklagerecht um grundlegende Menschenrechte auch wirklich verbindlich durchzusetzen.“

Hier geht es zum Antrag.