Vergesellschaftungen von Wohnungskonzernen: Ja!

Veröffentlicht in den Elmshorner Nachrichten vom 16. April 2019

„Ein Volksbegehren zur Frage der Vergesellschaftung der ,Deutsche Wohnen’ ist richtig und notwendig. Konzerne wie Deutsche Wohnen und Vonovia, deren einziges Interesse Profit und Rendite für ihre Aktionärinnen und Aktionäre ist, sind keine normalen Vermieter.

Durch die Privatisierung von Wohnungen wurden die Mieten hoch getrieben, wurde Wohnen zum Luxusgut. Bei immer mehr Menschen frisst die Miete die Hälfte des Monatseinkommens. Eine halbe Million Haushalte sind bereits auf Wohngeld angewiesen.

Der Artikel 15 unseres Grundgesetzes sieht Vergesellschaftung ausdrücklich vor. Und er muss nun angewendet werden: Denn Wohnen ist ein Grundrecht und es wird immer mehr Menschen verwehrt: Familien mit vielen Kinder, Älteren, Studierenden. Besonders stark sind Alleinerziehende und Menschen mit Migrationshintergrund betroffen. Aber auch Menschen mit Behinderungen.

Allein eine Enteignung großer Konzerne reicht aber nicht aus: Es darf keinen weiteren Ausverkauf öffentlicher Grundstücke mehr geben, Neubauten müssen bezahlbar sein, Häuser sollten gezielt angekauft werden, um den Wohnungsbestand zu vergrößern. Es bedarf außerdem eines Mietendeckels. Mieten sollten auf mindestens fünf Jahre eingefroren bleiben.“ – Quelle: https://www.shz.de/23419257 ©2019

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