Gemeinsam gegen weibliche Genitalverstümmelung – FGM stoppen

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Der 6. Februar ist der Internationale Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung.

Laut WHO sind weltweit etwa 200 Millionen Mädchen und Frauen von Genitalverstümmelung betroffen.  FGM „umfasst alle Verfahren, die die teilweise oder vollständige Entfernung der weiblichen äußeren Genitalien oder deren Verletzung zum Ziel haben, sei es aus kulturellen oder anderen nicht-therapeutischen Gründen. Das Alter der Mädchen variiert stark. Die meisten sind zwischen sechs und 13 Jahren alt, aber auch Säuglinge und erwachsene Frauen sind von Female Genital Mutilation betroffen“. Link

Traumatisierung und lebenslang Schmerzen sind die Folgen, oder auch der Tod. 10 Prozent der Frauen und Mädchen sterben an den direkten Folgen wie Blutvergiftung, und weitere 25 Prozent an langfristigen Folgen wie Infektionen mit HIV oder Hepatitis. (WHO)

Genitalverstümmelung ist eine außerordentlich grausame Form der gewalttätigen Unterdrückung von Frauen-Körpern. Der Gedanke dahinter, also die Fremdbestimmung über den Körper der Frau, die Unterdrückung der weiblichen Sexualität und somit die Reglementierung des Lebens von Frauen, die findet sich – in verschiedenen Formen und Ausprägungen – in allen Kulturen wieder. Sei es durch Genitalverstümmelung, durch Zwangsheirat, durch restriktive Abtreibungsgesetze oder durch die Ausübung von sexualisierter und häuslicher Gewalt an Frauen, die zunehmend auch im digitalen Raum stattfindet. Der Kampf gegen Gewalt ist ein Kampf für Selbstbestimmung und die Veränderung der Geschlechterverhältnisse.

Niemand hat das Recht, über den Körper einer anderen Person bestimmen zu dürfen. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit ist ein Menschenrecht. Genitalverstümmelung ist in Deutschland verboten. Doch um nachhaltig das Ziel der Abschaffung von FGM zu erreichen, bedarf es mehr. Hierzulande und weltweit. Daran werden wir am 6. Februar erinnert.