Ihr seid es wert! AWO-Beschäftigte im Streik.

Grußwort zum Streik bei der AWO in Lübeck

Liebe Kollegen, liebe Kolleginnen,

mit Respekt und Sympathie verfolge ich die Auseinandersetzungen bei der AWO, die ihr um bessere Gehälter und Arbeitsbedingungen führt.

Es ist völlig inakzeptabel, dass Beschäftigte bei der AWO weniger verdienen als städtische Angestellte. Der Grundsatz „Gleiches Geld für gleichwertige Arbeit“ hat natürlich auch für euch Gültigkeit und es wird Zeit, dass ihr endlich gleichgestellt werdet. Schlimm genug, dass dafür erst gestreikt werden muss!

6,4 Prozent mehr auf dem Gehaltsstreifen, mindestens aber 130 Euro – das sind eure Forderungen und es wäre anständig, wenn eure Arbeitgeberin endlich auf eure Forderungen eingeht. Es wäre aber auch anständig, wenn die Stadt Lübeck von der AWO einfordern würde, dass sie überall die gleichen Gehälter zu zahlen hat wie Einrichtungen, die dem Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes unterliegen – nicht nur in ihren Kitas. DIE LINKE in Schleswig-Holstein wird sich deswegen dafür einsetzen, dass das Zuwendungsrecht in dieser Frage geändert wird. Beschäftigte in Krisenreinrichtungen wie Frauenhäuser, Familienhilfen und Kinderheimen der AWO haben das mehr als verdient!

Ich stehe an eurer Seite, auch wenn ich heute leider nicht bei euch sein kann. Ich wünsche euch viel Kraft und natürlich Erfolg für die Auseinandersetzung!

Solidarische Grüße,
Cornelia Möhring


Siehe auch:

Bericht in publik

ver.di Tarifkomission auf Facebook

Soli-Erklärung DIE LINKE Schleswig-Holstein:

Die LINKE Lübeck unterstützt die Streikenden der AWO bei ihrem sechsten Warnstreik. Seit einem Jahr versucht ver.di mit der AWO einen neuen Tarif auszuhandeln, der den Mitarbeiterinen und Mitarbeitern eine angemessene Lohnerhöhung gibt. Ab heute streiken die Mitarbeiterin und Mitarbeiter der Jugendhilfe-Einrichtungen, Wohngruppen, Frauenhäuser, Mutter-Kind-Einrichtungen und Beratungsstellen, sie fordern eine schrittweise Angleichung an den TVöd, nachdem sie in den letzten Jahren zu Gunsten der AWO Sanierung auf Gehalt und auf Lohnsteigerungen verzichtet hatten um die fast insolvente AWO zu retten.

Nun ist das Unternehmen wieder gesund, der Sanierungstarifvertrag ist Ende 2016 ausgelaufen und die AWO Mitarbeiter seitdem ohne gültigen Tarifvertrag. “Wir können nicht nachvollziehen, dass die AWO-Geschäftsführung ihre Mitarbeiterinen und Mitarbeiter weiterhin mit regelrechten Hungerlöhnen abspeisen wollen und sie damit zu den schlechtbezahltesten Mitarbeitern in der Kinder- und Jugenhilfe in Lübeck und Ostholstein zählen.”, erklärt Sascha Luetkens, Vorsitzender der LINKEN Lübeck und Direktkandidat zur Bundestagswahl. “Es kann nicht sein, dass die Mitarbeiter in Krisenreinrichtungen wie Frauenhäuser, Familienhilfen und Kinderheimen weniger Lohn bekommen, als die Mitarbeiter in den Kindergärten.” Die AWO muss den Angestellten in den Kindertageseinrichtungen den Tarif des öffentlichen Dienstes zahlen, da sie sonst keine Unterstützung der Stadt bekommen, das gilt in den anderen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe nicht.

“Wenn die Stadt die Dienste der AWO bezahlt, muss sie auch hier dafür sorgen, das die AWO ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach städtischen Tarif bezahlt, andere Träger zahlen ihren Mitarbeitern wesentlich mehr.”, fordert Ragnar Lüttke, Bürgerschaftsmitglied für DIE LINKE. “Wir haben es in der Hand und können dafür sorgen, dass es keinen Ausverkauf der Jugendhilfe gibt und dass die Gelder der Stadt auch an die Mitarbeiter für ihre tolle Arbeit weiter gegeben werden.”, so Lüttke weiter. DIE LINKE fordert die AWO zum Umdenken auf und dass die Stadt Lübeck ebenso wie bei den Kindergärten, die Bezahlung der Dienste an Tarifliche Bedingungenn knüpft. “Unsere Solidarität ist bei den Beschäftigten der AWO und wir danken ihnen, dass sie tagtäglich diese gesellschaftlich wichtigen und verantwortungsvollen Aufgaben übernehmen.”, erklären Luetke und Lüttkens gemeinsam.

Kommentar zu den Arbeitslosenzahlen in Schleswig-Holstein Juni 2017

Presseerklärung
„Man stelle sich vor, Wedel oder Ahrensburg gäbe es plötzlich nicht mehr. Denn fast genauso viele Personen, wie dort leben, 35.000 Menschen, lässt die aktuelle Statistik der Bundesagentur für Arbeit in Schleswig-Holstein verschwinden – das sind 3.000 mehr als jede der beiden Städte an Einwohnern hat.

Fast 125.000 Menschen in unserem Land haben keine Erwerbsarbeit – und die neue schwarz-gelb-grüne Landesregierung hat nichts Besseres zu tun als in ihrer ersten Amtshandlung gemeinsam mit den Oppositionsparteien SPD und SSW ein Gesetz durchzuwinken, das den Abgeordneten höhere Diäten und verbesserte Altersversorgung beschert. Kann man so machen – aber zuerst muss man die Menschen im Land in Lohn und Brot bekommen. Wie das geht, sagt DIE LINKE seit Jahren: mit einem öffentlichen Beschäftigungssektor, mit dem Verbot sachgrundloser Befristung und mit Investitionen in Bildung für alle statt in Beton für die Fehmarnbeltquerung.“

Ein Papier der faulen Kompromisse

Ein paar Worte zum schwarz-gelb-grünen Koalitionsvertrag in Schleswig-Holstein
Es gäbe natürlich viel zu sagen über das Motiv, das den Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung in Schleswig-Holstein ziert: Einen in Grüntönen gezeichneten Schmetterling.

Fräulein Tessa alias Teresa Bücker, Chefredakteurin der feministischen Online-Plattform „EDITION F“ twitterte, wie viel Schnaps die Grünen der FDP gegeben hätten, „damit der Schmetterling durchgeht“. Es gibt auch böse Zungen, die meinen, da ein Schmetterling nur einen Sommer lang flöge, würde die Koalition vielleicht auch nicht länger halten. (mehr …)

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Frauenrechte in der Pflege: Solidarisch mit den Beschäftigten

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Nur DIE LINKE hat den Mut zum Umverteilen!

PRESSEMITTEILUNG

conni-sh-platz1Nach Auffassung der schleswig-holsteinischen Bundestagsabgeordneten Cornelia Möhring, die auch die Landesliste ihrer Partei zur Bundestagswahl anführt, ist DIE LINKE gut aufgestellt und startet mit einem ehrgeizigen Wahlprogramm in den Wahlkampf. Eine friedliche Außenpolitik und soziale Sicherheit bleiben die Kernthemen der LINKEN, die wieder drittstärkste Fraktion im Bundestag werden will. Mit konkreten, durchgerechneten und nachrechenbaren und damit umsetzbaren Konzepten zur Finanzierung der Forderungen geht es nicht um die Frage, ob das Ergebnis zu Oppositionspolitik oder Regierungsbeteiligung führt – im Mittelpunkt steht das Ziel eines grundlegenden Politikwechsels. Erfolgskurs Links lautet die Botschaft, denn nur eine starke LINKE wird die anderen Parteien vor sich hertreiben. Das Programm zeigt Mut zur Umverteilung, zu einer Steuerpolitik, bei der untere und mittlere Einkommen entlastet und die richtig Reichen zur Beteiligung an der Finanzierung einer solidarischen und sozial gerechten Gesellschaft gezwungen werden.

Auch für Schleswig-Holstein kann eine starke LINKE im Bund nur von Vorteil sein. Die sich abzeichnenden Vereinbarungen der Jamaika-Koalition zeigen, dass ein unsozialer Kurs gesetzt ist. „Ein Politikwechsel im Bund ist dringlicher denn je! Sozial, gerecht, für alle! Ich freue mich, mit meiner Landespartei im Rücken und gemeinsam mit allen Kandidatinnen und Kandidaten in Schleswig-Holstein und im Bund in einen bunten und erfolgreichen Wahlkampf zu starten“, erklärt Cornelia Möhring abschließend.

Ein Jobwunder gibt es auch in Schleswig-Holstein nicht.

Statement zum Monatsbericht der Bundesagentur für Arbeit, Mai 2017

201705_AloGrafikDie aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit für Schleswig-Holstein zeigen erneut, dass das vermeintliche deutsche Jobwunder für viele Menschen prekäre und nicht existenzsichernde Beschäftigung bedeutet. Aber schlechte Meldungen kann die Bundesregierung ja nicht gebrauchen. Deshalb bleibt sie dabei, die Arbeitslosenzahlen schön zu rechnen. Arbeitslose, die krank sind, einen Ein-Euro-Job haben oder an Weiterbildungen teilnehmen, werden bereits seit längerem nicht als arbeitslos gezählt. Viele der Arbeitslosen, die älter als 58 sind, erscheinen nicht in der offiziellen Statistik. Im Juli 2009 kam eine weitere Ausnahme hinzu: Wenn private Arbeitsvermittler tätig werden, zählt der von ihnen betreute Arbeitslose nicht mehr als arbeitslos, obwohl er keine Arbeit hat. (mehr …)

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Mütter des Grundgesetzes

 

muetter-d.GGGrußwort zur Wanderausstellung

Ohne Elisabeth Selbert, Helene Weber, Frieda Nadig und Helene Wessel würde Artikel 3 des Grundgesetzes der Satz „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ nicht enthalten. Dafür gebührt ihnen unser Dank.

Diese Wanderausstellung im Pinneberger Rathaus erinnert an diese vier Frauen. Sie sind bis heute eine Ermutigung für alle Frauen, sich in der Politik, in den Parlamenten, zu engagieren. Und es ist gut, dass in der Ausstellung auch daran erinnert wird, dass es 1993 einen weiteren Zusatz in Artikel 3 gegeben hat, der für die Gleichstellung der Geschlechter eine große Bedeutung hatte: „Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“ Damit wurde die Grundlage für die Gleichstellungsgesetze geschaffen, die heute auch auf kommunaler Ebene wirken. Es ist die Handlungsgrundlage für die Gleichstellungsbeauftragten. Das zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, dass sich Frauen in der Politik engagieren. (mehr …)

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Zu den schwarz-gelb-grünen Koalitionsverhandlungen in Schleswig-Holstein

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