Verhütung muss für alle kostenlos sein

Zur heutigen Anhörung des Gesundheitsausschuss des Bundestags zur Kostenübernahme von Verhütungsmitteln erklärt Cornelia Möhring: „Verhütung kostet – je nach Methode – viel Geld. Gerade Menschen mit geringem Einkommen haben Probleme, sich die Verhütungsmittel ihrer Wahl zu leisten. Verhütung darf aber keine Frage des Geldes sein. Eine selbstbestimmte Familienplanung und selbstbestimmte Sexualität muss allen Menschen möglich sein.“

Die heutige Anhörung findet statt aufgrund des Antrags der Fraktion DIE LINKE „Verhütungsmittel kostenfrei zur Verfügung stellen“. Die Linken fordern in ihrem Antrag, dass Verhütungsmittel und operative Eingriffe wie z.B. Sterilisation ohne Alters- und Indikationseinschränkung von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden sollen.

Möhring erklärt: „Momentan besteht in Deutschland ein Flickenteppich aus unterschiedlichen Regelungen, je nach Alter und Einkommen. Verschreibungspflichtige Verhütungsmittel werden lediglich bis zum 20. Lebensjahr von der Krankenkasse übernommen. Für Menschen im Hartz-IV-Bezug sind im Regelsatz gar keine Verhütungsmittel mehr enthalten. Daher übernehmen einige Kommunen die Kosten für Geringverdienende. Wir brauchen aber eine bundeseinheitliche Regelung, die Kostenübernahme kann nicht vom Wohnort abhängig sein.“

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