Und jährlich grüßt die Lohndiskriminierung

„Die einmal im Jahr hervorgeholte Bestürzung über die Entgeltungleichheit zwischen den Geschlechtern ist fast schon langweilig, wäre der fortwährende Lohnraub an den Frauen nicht so himmelschreiend ungerecht. Es reicht nicht, immer weiter zu analysieren, es muss auch endlich etwas getan werden. In diesem Sinne ist ein Entgeltgleichheitsgesetz überfällig und zwar eines, das über reine Auskunftsrechte hinausgeht“, erklärt Cornelia Möhring, frauenpolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die aktuellen Daten des Statistischen Bundesamts zu den Verdienstunterschieden zwischen Frauen und Männern (Gender Pay Gap). Möhring weiter:

„Transparenz ist richtig, aber sie muss auch im Sinne der Benachteiligten genutzt werden können. Das Aufkreischen der Union angesichts Manuela Schwesigs Plänen zum Transparenzgesetz ist lächerlich. Angesprochen werden damit auch nur die etwa sieben Prozent direkte Diskriminierung, die restlichen 15 Prozent ergeben sich indirekt über eine gesellschaftliche Arbeitsteilung, die Frauen oft niedrig oder nicht entlohnte Arbeiten zuweist. Aber auch indirekte Diskriminierung bleibt Diskriminierung.“

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