Energiegeladen sind die 4 Frauen vom Träger- und Förderverein des Frauenhauses Wedel, die Antje Jansen (MdL LINKE SH), Astrid Sawatzky (Vorsitzende der LINKEN Ratsfraktion) und ich im Wedeler Kulturhaus „Villa“ treffen. Mit dabei auch die für Frauenpolitik zuständige Referentin der Landtagsfraktion Julia, und unser Kreissprecher der LINKE Pinneberg Klaus-Dieter.
Das Wedeler Frauenhaus ist dem schwarz-gelben Sparwahn zum Opfer gefallen. Die Landesmittel wurden einfach komplett gestrichen. Der Bedarf ist da, das Haus immer voll belegt und ohne Frauenhaus erginge es den 15 Frauen und Kindern, für die dort Platz ist, noch schlechter. Dann gäbe es keine Schutzräume, in die sie aus den Gewaltbeziehungen fliehen können. Auch in den anderen Frauenhäusern in Schleswig-Holstein und im nahen Hamburg ist das nicht anders. – sie sind immer voll belegt und hätten eigentlich zusätzlichen Bedarf.
Die Frauen des Fördervereins, darunter noch viele Gründerfrauen, kämpfen unerbittlich – mittlerweile mit großer Unterstützung der Wedeler Bevölkerung – um den Erhalt des Hauses. Ein Verein lässt sich – zum Glück – durch Fehlentscheidungen der Politik nicht auflösen. Bereits über 100.000 Euro haben die Frauen an Spenden gesammelt. Aber fast der doppelte Betrag wird benötigt, deshalb zählt jeder noch so kleine Spendenbetrag. Und auch dann ist damit noch keine nachhaltige Lösung gefunden, die Schließung nur aufgeschoben.
Die große Hoffnung liegt in einem Politikwechsel mit der kommenden Landtagswahl in Schleswig-Holstein. Wenn der neu zusammengesetzte Landtag mit einer anderen Landesregierung die Sparpläne im sozialen Bereich rückgängig macht, kann es weiter gehen. Bis dahin müssen die Spenden den Erhalt sichern. Alle Beteiligten wissen, ein bereits abgewickeltes Projekt würde nie wieder aufleben.
Die LINKE will ihren Teil beitragen. Wir werden weiterhin Druck machen, für Öffentlichkeit sorgen und unseren Mit-Abgeordneten der anderen Oppositionsparteien bereits deutlich machen, dass es nach dem 6. Mai keine Ausreden geben wird, die den Erhalt des Frauenhauses gefährden. Unsere Ratsfraktion ist und bleibt kontinuierlich am Ball und wird keine Ruhe geben, damit die kommunalen Mittel weiterlaufen. Eine praktische solidarische Hilfe ist das Sammeln von Spenden. Den Anfang machten Antje und ich , indem wir schon mal unsere erste Diätenerhöhung spenden. Antje ist mit 160.—Euro dabei, bei mir werden es 250.—Euro.
Dass sowohl der Landtag Schleswig-Holstein als auch der Bundestag die Diäten erhöht, obwohl alle zum Sparen aufgerufen werden, halten die Abgeordneten der LINKEN für einen Skandal.
Mehr ist nötig – jeder cent zählt - deshalb spendet an:
Förderverein Frauenhaus Wedel e.V.
Spendenkonto 95303
BLZ 22151730
Stadtsparkasse Wedel