Die heutige Erfolgsmeldung der Bundesagentur für Arbeit über deutlich weniger Kinder im Hartz-IV-Bezug ist eine zynische Mogelpackung.
Seit 2006 ist die Gesamtzahl der Kinder bis 15 Jahre um 500.000 gesunken. Das ist der Hauptgrund der rückläufigen Zahlen der BA, nicht bessere Arbeitsmarktchancen der Eltern. Sieht man sich statt der absoluten Zahlen der BA die Hartz- IV-Bezugsquote für Kinder an, dann liegt diese weiterhin deutlich über derjenigen der Gesamtbevölkerung.
Die Kinderarmut in der Bundesrepublik sinkt nicht - sie steigt seit Jahren ungebrochen an. Denn die Bundesregierung ist untätig: Kinderzuschlag, Kindergeld und Kinder-Regelleistungen nach Hartz IV sind nach wie vor nicht armutsfest. Hinzu kommt, dass immer mehr Eltern im Niedriglohnbereich arbeiten müssen.
DIE LINKE streitet für eine Kindergrundsicherung, die Kinder- und Jugendarmut verhindert, allen Kindern und Jugendlichen gute Teilhabe- und Entfaltungsmöglichkeiten bietet und vor Ausgrenzung und Diskriminierung schützt.