Zum Antikriegstag 2011
Am 1. September 1939 begann mit dem Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg. Dem Vernichtungskrieg der deutschen Wehrmacht fielen Millionen Menschen zum Opfer. Gezielte Mordaktionen, willkürliche Erschießungen, Plünderungen gehörten zum Alltag in den besetzten Gebieten. Erst 1945 gelang es der Antihitlerkoalition, den deutschen Faschismus niederzuringen. Die zig Millionen Opfer mahnen, nicht nur an diesem Gedenktag: Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!
Doch von deutschem Boden geht wieder Krieg aus, seit dem völker- und grundgesetzwidrigen Angriffskrieg gegen Jugoslawien beteiligt sich die Bundeswehr international an Kriegseinsätzen. Im Vergleich zu den Militärausgaben bleiben die deutschen Ausgaben für Entwicklungshilfe und zivile Konfliktlösungen verschwindend gering. Deutsche Militärgüter werden in Krisenherde in aller Welt exportiert.
Auch in Schleswig-Holstein findet Rüstungsproduktion statt, wirbt die Bundeswehr in Schulen und Arbeitsagenturen um Nachwuchs. Doch Töten und Getötwerden ist keine Perspektive für junge Menschen. Deshalb sagt DIE LINKE: Bundeswehr raus aus den Schulen – statt Werben für den Krieg, Erziehung zum Frieden!
Zu diesem Thema lässt sich ein „fact-sheet“ der „Informationsstelle Militarisierung“ herunterladen oder bestellen: http://imi-online.de/download/factsheet_BW_Schule2010.pdf
Aus Anlass des Antikriegstags veranstaltet das „Friedensnetzwerk Kreis Pinneberg“ zusammen mit DGB, ver.di, IG Metall und GEW eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Schulfrei für die Bundeswehr“. Sie findet am 1. September um 19 Uhr in Elmshorn in der Erich Kästner Gemeinschaftsschule (KGSE), Forum Elmshorn, Ramskamp/Hainholz statt. Der Einladungsflyer kann unter www.friedenskooperative.de/gifs/akt11elm.pdf heruntergeladen werden.
Lorenz Gösta Beutin, Wahlkreismitarbeiter