26. Oktober 2011 Cornelia Möhring

Konversionsprogramme sind notwendig!

Cornelia Möhring, schleswig-holsteinische Bundestagsabgeordnete der LINKEN, zu den Standortschließungen in Schleswig-Holstein

"Die heutigen Entscheidungen zu Standortschließungen treffen das Land Schleswig-Holstein hart. Besonders in strukturschwachen Regionen, wie Lütjenburg, fallen massiv Arbeitsplätze weg. Jetzt gilt es, rasch zivile Alternativen zur militärischen Nutzung an den Standorten zu entwickeln", erklärt Cornelia Möhring, schleswig-holsteinische Bundestagsabgeordnete der LINKEN.

Möhring: "Wir sollten nicht vergessen, dass der Abbau nicht eine friedenspolitische Tat der Bundesregierung ist, sondern Resultat des Bestrebens, die Bundeswehr von einer Verteidigungsarmee zu einer weltweit einsetzbaren Eingreiftruppe umzurüsten. Nun ist es notwendig, dass in den betroffenen Regionen schnell Konversionsprogramme aufgelegt werden und diese von Bund und Land unterstützt werden. Zentral ist, dass die Bürgerinnen und Bürger von Anfang an in den Diskussionsprozess und die Planungen eingebunden werden."

"Bereits am 9. September hat die Bundestagsfraktion der LINKEN eine Konversionskonferenz mit dem Titel ,Truppenreduzierung als Chance' durchgeführt. Ausdrücklich begrüße ich es, dass die Landtagsfraktion der LINKEN am 19. November im Kieler Landeshaus ein Fachgespräch zum Thema durchführt, um mit hochkarätigen Expertinnen und Experten über die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen erfolgreicher Konversion zu informieren und diskutieren."

Weiterführende Informationen:

Broschüre mit den Standortschließungen. Zudem: Auswirkungen der Standortschließungen, aufgeschlüsselt nach den Bundesländern, sowie weitere relevante Informationen

Dokumentation der bundesweiten Konversionskonferenz der Bundestagsfraktion der LINKEN vom 9. September 2011

Fachgespräch "Truppenreduzierung als Chance" der Landtagsfraktion am 19. November 2011 in Kiel