"Jeder sechste Mensch in der Bundesrepublik ist von Armut bedroht. Besonders Arbeitslose und alleinerziehende Frauen sowie deren Kinder müssen von einem Einkommen unterhalb der Armutsgrenze leben. Doch die Bundesregierung tut nichts, um diesen skandalösen Zustand zu beenden. Im Gegenteil, sie unterstützt mit Steuermitteln Unternehmen, die Niedriglöhne bezahlen, und sie ist nicht bereit, existenzsichernde Regelsätze für ALG-II-Empfangende einzuführen. Auch die Zeche für die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise sollen die Ärmsten im Land zahlen, während sich der Finanzsektor weiter Boni in Milliardenhöhe genehmigt.
DIE LINKE setzt sich dafür ein, dass gute Arbeit endlich wieder zu guten Löhnen und guten Renten führt. Für Hartz-IV-Beziehende fordern wir armutsfeste Regelsätze ohne Sanktionen und perspektivisch eine bedarfsorientierte soziale Mindestsicherung. Mit einem gerechten Steuersystem, das den vorhandenen gesellschaftlichen Reichtum umverteilt und die Nutznießer des Finanzmarktkapitalismus endlich zur Kasse bittet, ist mehr soziale Gerechtigkeit auch finanzierbar."