Schwangerschaft darf kein Markt werden!

Viele Menschen können – aus welchen Gründen auch immer – den Wunsch nach Elternschaft, und zwar nach biologischer Elternschaft, nicht in ihrer eigenen Partner*innenschaft verwirklichen. Sie sind auf andere Personen angewiesen. Leihmutterschaft kann hier keine Lösung dieses Problems sein. Eine Lockerung des Verbots für nicht-kommerzielle Leihmutterschaften, wie es aktuell die FDP fordert, wäre ein Türöffner für einen Markt für Schwangerschaften: Der Weg von einer Aufwandsentschädigung hin zu einem “Preis” ist nicht weit.

Den Vorschlag der FDP, Co-Elternschaften anzuerkennen, kann ich dagegen vollkommen unterstützen. Auch DIE LINKE fordert, dass diese rechtlich abgesichert werden müssen, denn zum einen sind es nicht immer nur die biologischen Eltern, die wichtige Bezugspersonen für Kinder sind. Zum anderen macht die Festschreibung, dass Eltern immer nur zwei Personen sein müssen, angesichts sich wandelnder Beziehungsweisen immer weniger Sinn.

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