Nein zum Tag der Bundeswehr – Nein zur Militarisierung des Alltags!

Presseerklärung 

„Wir brauchen keinen Tag der Bundeswehr, wir brauchen einen Tag der Abrüstung“, fordert Cornelia Möhring, Schleswig-Holsteinische Bundestagsabgeordnete der Partei DIE LINKE anlässlich des am 11. Juni an sechzehn Bundeswehrstandorten stattfindenden „Tages der Bundeswehr“. Möhring weiter:

„Der Tag der Bundeswehr ist kein harmloses Familienfest. Es ist ein militaristisches Spektakel, das Hemmschwellen gegenüber dem Dienst an der Waffe abbauen soll. An diesem Tag soll das Militärische zu einem Teil unseres Alltags gemacht werden.

Mittlerweile lässt Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen pro Tag fast 100.000 Euro ausgeben, um für die Bundeswehr zu werben. Gezielt werden dabei nicht nur junge Erwachsene, sondern auch Minderjährige angesprochen. So waren im vergangenen Jahr wieder Jugendoffiziere in den Schulen unterwegs und haben dabei mit insgesamt 170.000 Schülerinnen und Schüler gesprochen, um sie für die Bundeswehr und die Auslandseinsätze der Zukunft zu ködern.

Die morgige Großveranstaltung ist Teil dieser PR-Offensive. Sie ist darauf ausgerichtet, Technikbegeisterung auszunutzen, damit Eltern und ihre Kinder mit Militärgerät in Kontakt kommen. So soll auch darüber hinweggetäuscht werden, dass es die Bevölkerung ist, die mit ihren Steuern den milliardenschweren Aufrüstungskurs der Verteidigungsministerin bezahlt. Das Geld fehlt in den Kommunen. Es fehlt in den Krankenhäusern, Schulen, Kindergärten, in Bibliotheken und Schwimmbädern auch in Schleswig Holstein.“

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