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»Nach schneller Analyse fit fürs Wahljahr 2013«

Cornelia Möhring, Linksfraktionsvize im Bundestag, über die Wahlschlappe in Schleswig -Holstein

nd: Ist das Wahlergebnis im Norden eine Abstrafung oder Nichtbeachtung durch den Wähler?
Möhring: Es ist ein enttäuschendes Ergebnis. Wir haben zunächst einen guten Wahlkampf hingelegt. Doch Wahlen verliert und gewinnt man nicht in sechs Wochen. Von Abstrafung möchte ich nicht reden. Manche, die die LINKE wählen würden, gehen bei Landtagswahlen nicht mehr an die Urne. Sie haben die Lust an der Einmischung verloren, fühlen sich von Politik und Gesellschaft abgehängt. Das müssen wir verstehen lernen und auf sie zugehen.

Lag die LINKE mit den Inhalten falsch oder mit dem Transport ihrer Themen?
Die Themen sind richtig. Doch mit einer Auflistung von Forderungen führt man kein einladendes Gespräch mit Wählerinnen und Wählern. Wenn es uns gelingt, die Idee einer sozial gerechten Gesellschaft inmitten der Alltagserfahrungen der Menschen zu erzählen, wenn wir mehr hinhören und analysieren, was jeden Tag schief läuft und was wir gemeinsam verändern können, dann unterscheiden wir uns wieder von anderen Parteien. Über praktische Politik reden und handeln, das muss ab heute passieren.

Hat die Diskussion um die Parteispitze den LINKEN im Norden geschadet oder lag es am eigenen Landesverband?
Grundsätzlich kann ich nicht nachvollziehen, warum Personaldiskussionen der Parteientwicklung schaden sollten. Sie lassen sich mit Inhalten und Strategiedebatten verbinden und könnten zeigen, dass wir viele interessante Köpfe haben und eine Sachdebatte und faire politische Kultur nicht im Schrank verstauben müssen. Mit Blick auf den Bundesparteitag Anfang Juni in Göttingen hätte ich mir gewünscht, dass sich das neue Personal in Regionalkonferenzen vorstellt. In Schleswig-Holstein müssen wir kritisch hinterfragen, wie wir bei der Listenaufstellung vorgegangen sind, ob es nach Kompetenz oder eher nach anderen Kriterien ging und ob der Landesvorstand da die richtige Arbeitsweise entwickelt hat.

Der nächste Landesparteitag ist erst für Ende September angesetzt ... früh genug?
Von der Basis wird wohl ein außerordentlicher Parteitag beantragt, um den Landesvorstand neu zu wählen. Ich würde es besser finden, eine Landesmitgliederversammlung einzuberufen, die auswertet und kreativ nach vorne denkt. Ich halte nichts von überstürzten Personalentscheidungen, die von Inhalten und organisationspolitischen Maßnahmen getrennt werden.

Sieht die LINKE nun mit Sorge dem Wahljahr 2013 entgegen?
Ich mache ich mir keine Sorgen um die weitere Entwicklung, wenn wir die tiefe Fehleranalyse nicht scheuen. Nach einer raschen Aufarbeitung sollten wir wieder fit sein für die Kommunal- und Bundestagswahlen.

Sind die Piraten im Wettbewerb um die Wählerklientel künftig der ernsthafteste Konkurrent?
Konkurrent ja. Am ernsthaftesten stehen wir uns aber selbst im Weg. Sprechen wir Menschen mit dem, was wir vorleben und politisch wollen, wirklich an? Es fängt schon damit an, wie Personaldebatten bisher bei uns geführt wurden. Da haben wir Nachholbedarf und sollten Tabus überwinden. Ähnliches trifft auf inhaltliche Fragen zu. Da bin ich ganz froh, dass die Piraten uns treiben.

Lassen die sich entzaubern?
Na klar. Da muss man gar nicht hingehen und sagen, die hätten keine konkreten Vorstellungen. Es reicht, sie kritisch zu begleiten und bei uns selber anzufangen. Wir sollten überlegen, warum wir mit unseren Themen wenig punkten oder ob unsere Forderungen der Höhe der Zeit entsprechen. Dazu müssen wir womöglich neue Vermittlungswege gehen und Organisationsformen schaffen, damit Politik in der LINKEN Spaß macht und aktiviert. Manchmal ist es in der Tat ein bisschen schnarchig bei uns. Wir müssen unsere Stärken stärker herauskehren, denn wir haben viele Vorteile gegenüber den Piraten, etwa in der Frauenpolitik.

Muss sich die LINKE in Schleswig-Holstein personell neu aufstellen?
Wir benötigen eine Gruppe, die den Landesverband zusammenhält und gemeinsam mit den Kreisverbänden die strategische Arbeit plant. Ich kann mir gut vorstellen, dass das ein etwas kleinerer Landesvorstand ist.

Fragen: Dieter Hanisch
Quelle: www.neues-deutschland.de/artikel/226249.nach-schneller-analyse-fit-fuers-wahljahr-2013.html

Unterwegs in Schleswig Holstein
18. März 2011

Frauen-Wahlkreisfahrt: Über 40 Frauen aus Schleswig-Holstein fahren nach Berlin

Auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Cornelia Möhring reisten über 40 Frauen aus Schleswig-Holstein vom 9. bis 11. März in die Bundeshauptstadt. Besonderer Anlass war der Internationale Frauentag, der sich tags zuvor zum einhundertsten Male gejährt hatte.Es war eine bunte Gruppe, mit Frauen aus vielen verschiedenen Arbeits- und... Mehr...

 
18. März 2011

Neues LINKES Zentrum im Bauerweg 41 in Elmshorn

Im Bauerweg 41 in Elmshorn hat das neue LINKE Zentrum seine Arbeit aufgenommen. In den Räumlichkeiten sind mein Wahlkreisbüro, das Regionalbüro des Landtagsabgeordneten Björn Thoroe sowie das Büro des Kreisverbandes Pinneberg untergebracht. Die große Eröffnungsfeier fand am 15. Februar statt: Die Eröffnungsfeier war ein absolut gelungener... Mehr...

 
3. November 2010

Linke Frauenpolitikerin trifft Gleichstellungsbeauftragte

Cornelia Möhring, frauenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Deutschen Bundestag, traf sich mit Marion Gurlit, hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bad Oldesloe und eine der Landessprecherinnen aller hauptamtlichen kommunalen Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten in Schleswig-Holstein zu einem Gespräch. „Die kommunalen... Mehr...

 

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Aktuelles aus dem Wahlkreis
1. Oktober 2011

Arbeitsmarkt-Zahlen wieder geschönt (Kreis Pinneberg)

Fast 3.500 Arbeitslose wurden nicht mitgezählt Im September ist gegenüber dem Vormonat die Zahl der versteckten Arbeitslosen um 340 auf über 3.400 gestiegen. Die tatsächliche Arbeitslosigkeit ist somit über 40 % höher als offiziell angegeben. Nach wie vor scheut die schwarz-gelbe Koalition die Wahrheit. DIE LINKE fordert, "Schluss mit der... Mehr...

 
6. September 2011 Cornelia Möhring

MdB Cornelia Möhring ist solidarisch mit den Kolleginnen und Kollegen bei Norma/Autoliv in Rellingen und Norderstedt

Am heutigen Montag protestierten am Elmshorner Standort von Autoliv/Norma KollegInnen gegen die angekündigten mehr als 150 Stellenstreichungen bei Norma in Norderstedt und Rellingen. Cornelia Möhring, schleswig-holsteinische Bundestagsabgeordnete der LINKEN, unterstützt den Protest der KollegInnen und Kollegen und sandte eine... Mehr...

 
3. September 2011 Lorenz Gösta Beutin, Wahlkreismitarbeiter

„Möbel Kraft“ will sich in Kiel ansiedeln

DIE LINKE kritisiert mangelnde BürgerInnenbeteiligung, Vernachlässigung des Umweltschutzes und einen möglichen Verdrängungswettbewerb und fordert eine tarifliche Entlohnung der bei „Möbel Kraft“ Beschäftigten  Mehr...

 

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