NABU-Gutachten belegt fehlenden Nutzen der Fehmarnbeltquerung

Gemeinsame Presseerklärung mit Herbert Behrens

Der Umweltverband NABU hat heute ein neues Verkehrsgutachten zur Festen Fehmarnbeltquerung vorgelegt. Die Studie belegt, dass das Aufkommen im Schienengüterverkehr von und nach Skandinavien seit Jahren stagniert oder zurückläuft. Herbert Behrens, Obmann im Verkehrsausschuss des Bundestages für DIE LINKE dazu:

„Nun wird erneut klar, dass die Verkehrsprognosen zur Festen Fehmarnbeltquerung aus der Luft gegriffen sind. Denn ursprünglich gingen die Planer noch von einer Verdopplung des Schienengüterverkehrs von und nach Skandinavien aus. Doch nach der aktuellen Studie würden zwei Drittel der Schienenmengen von der bestehenden Jütlandroute lediglich auf die Beltquerung verlagert. Das derzeit teuerste Infrastrukturprojekt Europas ist also weder volkswirtschaftlich noch verkehrstechnisch zu rechtfertigen. Das Milliardengrab in der Ostsee muss verhindert werden!“

Cornelia Möhring, Bundestagsabgeordnete für DIE LINKE aus Schleswig-Holstein: „Die Fehmaranerinnen und Fehmaraner bangen zurecht um die Natur auf der Insel. Während des Tunnelbaus soll der Ostseegrund über mehr als 17 Kilometer aufgerissen und zur größten Baustelle Nord-Europas gemacht werden. Nach Fertigstellung droht ein ununterbrochener Strom Güterzüge die Ruhe auf der Insel und damit den Tourismus zu zerstören. Anstatt den Bau dieses unsinnigen Groschengrabes weiter zu befürworten, sollte sich auch die schleswig-holsteinische Landesregierung endlich bewegen und den Bund auffordern, aus dem Projekt auszusteigen.“

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