Menschenrechte dürfen nicht Wunschdenken bleiben

Presseerklärung zum 44. Jahrestag der Antibabypille

[Berlin, 29.05.2015] „Die Einführung der Antibabypille vor genau 44 Jahren war ein wichtiger Schritt zur Stärkung der reproduktiven und sexuellen Rechte von Frauen und Mädchen. Das Menschenrecht auf eine selbstbestimmte Familienplanung ist in Deutschland aber noch immer Wunschdenken. Es ist an der Zeit, weiterzugehen“ fordert Cornelia Möhring, frauenpolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag anlässlich des Jahrestages der Einführung der ersten Antibabypille in Westdeutschland.

Möhring weiter: „Die Liste mit Reformbedarf ist lang, denn ein selbstbestimmtes Leben wird Frauen auch im 21. Jahrhundert noch allzu oft abgesprochen. Sie muss auch Frauen mit geringem Einkommen tatsächlich und nicht nur formal zugestanden werden. Das bedeutet, dass die Antibabypille und auch die ‚Pille danach‘ als Notfallverhütung für sie endlich kostenfrei sein müssen. Menschenrechte dürfen nicht durch leere Geldbeutel ausgehebelt werden. Untrennbar zum Thema gehört auch das Recht auf Abtreibung.“