Menschen, die vor Krieg, Hunger und Ausbeutung fliehen, brauchen bestmögliche Hilfe

Wer auch nur einem Menschen
das Leben gerettet
 hat,
wird belohnt werden,
als hätte er die ganze
 Welt gerettet.
Jüdisches Sprichwort

Solidaritätsschreiben für die Seebrücke Pinneberg

Liebe Freundinnen und Freunde der Seebrücke,

die Situation im Mittelmeer diese Tage – und insbesondere jetzt, wo der Winter vor der Tür steht – ist kaum zu ertragen. Menschen, die vor Krieg, Hunger und Ausbeutung fliehen brauchen unsere bestmögliche Hilfe, und nicht das Versagen eben dieser. Doch genau das ist es, was im Mittelmeerraum zunehmend passiert. Nicht nur das Versagen der Hilfe ist dramatisch. Es ist auch dramatisch, dass die Menschen, die dort helfen wollen, kriminalisiert und an ihrer lebensnotwendigen Arbeit gehindert werden.
Lange wurde die Situation im Mittelmeerraum hierzulande so hingenommen, ohne dass sich Widerstand in der Bevölkerung regte. Dies ist glücklicherweise seit einigen Monaten anders, vor allem auch dank der Arbeit und den Initiativen von der Seebrücke und ihren Unterstützer*innen.

Mit kreativen Ideen und viel Engagement ist es Euch gelungen, dass sich Widerstand gegen das Sterben (lassen) im Mittelmeer regt. In vielen Städten habt Ihr es geschafft, die Menschen wachzurütteln und sich für Menschlichkeit und Solidarität mit Geflüchteten einzusetzen. Damit setzt Ihr ein immens wichtiges Zeichen gegen rechte Hetze und Rassismus, die es dieser Tage so dringend benötigt.

Ich wünsche Euch für Eure Arbeit generell – und heute insbesondere für die Aktion in Wedel – größtmögliche Aufmerksamkeit und viele Unterstützer*innen!
Lasst uns den Kreis Pinneberg zu einem sicheren Hafen machen. „Willkomm-Höft“ bekommt eine erweiterte Bedeutung. Meine Unterstützung habt Ihr!

Cornelia Möhring, MdB DIE LINKE, Wahlkreis Pinneberg

Schlagwörter: