LINKE fordert Aktionsplan gegen Kinderarmut

Presseerklärung zum Aktionsplan gegen Kinderarmut

„Deutschland ist eines der reichsten Länder der Welt, die Wirtschaft wächst. Gleichzeitig wachsen immer mehr Kinder in Deutschland in Armut auf. Fast zwei Millionen Kinder sind auf Hartz IV angewiesen, in Schleswig-Holstein sind es 15,3 Prozent aller unter 18-Jährigen. Das ist keine Paradoxie, sondern das Ergebnis einer in höchstem Maße unsozialen Politik der großen Koalition. Eine Kursänderung ist dringend geboten. Die Bekämpfung von Kinderarmut muss höchste Priorität haben, denn es ist ein politisches Armutszeugnis, wenn den jüngsten Mitgliedern der Gesellschaft elementare Grundbedürfnisse und Teilhabe verwehrt werden“, so Cornelia Möhring, frauenpolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Bundestag.

Möhring weiter: „Kinderarmut ist das Resultat von Elternarmut. Die Ursachen liegen in Niedriglöhnen, in viel zu niedrigen Transferleistungen, in fehlender Unterstützung von Alleinerziehenden. Jedes Kind hat aber ein Recht auf ein Leben, das frei von Armut ist. Deshalb fordert DIE LINKE einen umfassenden Aktionsplan gegen Kinderarmut und die Einführung einer Kindergrundsicherung, mit verschiedenen Bausteinen, um Kinderarmut wirksam bekämpfen und allen Kindern Zugangsmöglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe eröffnen zu können: Monetäre Unterstützung, soziale Infrastruktur und Angebote für Kinder und Jugendliche.“

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