Jahrestag der Pille am 1. Juni: Verhütung muss kostenlos sein.

Presseerklärung

©biko/profamilia

„Auch 57 Jahre nach Einführung der Pille in Deutschland gibt es immer noch keinen sicheren Schutz vor ungewollten Schwangerschaften“, sagt Cornelia Möhring anlässlich des Jahrestages des am meisten eingesetzten Verhütungsmittels. Die schleswig-holsteinische Bundestagsabgeordnete, stellvertretende Vorsitzende und frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE mahnt an, endlich Verhütungsgerechtigkeit herzustellen und kündigt einen entsprechenden Antrag ihrer Fraktion an.

„Für viele Frauen ab 21 Jahre ist die Pille zu teuer. Sie bleiben auf den Kosten sitzen, denn im Hartz-IV-Regelsatz sind nur 15,40 Euro für die Gesundheitspflege vorgesehen – worunter auch Verhütungsmitteln fallen. Verhütung ist jedoch ein Menschenrecht, das nicht von der sozialen Lage einer Frau abhängig sein darf.“ Möhring weist zudem darauf hin, dass Deutschland deswegen auch vom zuständigen UN-Ausschuss zur Beseitigung der Diskriminierung der Frau gerügt wurde: „Einige Städte übernehmen ja bereits die Kosten für einkommensschwache Frauen, aber grundsätzlich wollen wir, dass Verhütungsmittel von den Krankenkassen komplett übernommen werden, nicht nur für Frauen bis zur Vollendung des 20. Lebensjahres: „Wir brauchen endlich bundeseinheitliche Regelung um allen Frauen ihre Rechte zu garantieren.“

Zwischen vier und 22 Euro kostet die Pille im Monat. Die Spirale ist zwar auf lange Sicht günstiger, verursachen bei der drei- bis fünfjährigen jährigen Einlage einmalig zwischen 120 € – 500 Euro. DIE LINKE will, dass jede Frau, jedes Paar selbst entscheiden kann, unabhängig vom Geldbeutel, wie verhütet wird.

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