Brunsbüttel darf nicht Gorleben II werden!

„So lange es keinen gesellschaftlichen Konsens zum Umgang mit Atommüll gibt,  müssen die Castoren dort bleiben, wo sie sind!“, kommentiert  Cornelia Möhring MdB, 1.Stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE die heutige Debatte im Bundestag.

Möhring weiter:

„Brunsbüttel für mehrere Jahrzehnte zum neuen zentralen Zwischenlager für Atommüll in der  Bundesrepublik zu machen, ist verantwortungslos!

Der sogenannte historische Kompromiss bei der Endlagersuche ist Augenwischerei. Spätestens seit den verheerenden Erfahrungen mit dem Forschungsbergwerk Asse ist bekannt, dass es kein wirkliches Endlager geben kann, das über viele hunderttausend Jahre Atommüll sicher birgt.

Für das Problem der Zwischenlagerung des atomaren Mülls  existiert bisher weder ein Grobkonzept noch eine ausreichende Prüfung dieses Standortes unter sicherheitstechnischen Gesichtspunkten.

Die einzig richtige Antwort angesichts der weiterhin verfahrenen Lage ist der sofortige Ausstieg aus der Atomkraft. Nur so kann die ständige Produktion neuen nuklearen Abfalls vermieden und die Basis für eine ernsthafte Debatte, die nicht von den Interessen der Atomkonzerne dominiert wird , gelegt werden.

 

Die Begründung des grünen Landesministers Habeck zur Wahl  von Brunsbüttel als Zwischenlagerstandort  mit der geringeren massiven Polizeibegleitung ist zynisch. Sie legt die  Vermutung nahe, dass vor allem Proteste wie in Gorleben ausgeschlossen werden sollen. Doch wer auf den Konsens mit der Bevölkerung pfeift, dem wird auch in Brunsbüttel der Wind ordentlich um die Ohren wehen!“

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Quelle: http://www.cornelia-moehring.de/nc/start/aktuelles/