Equal Pay Day 2019: Butter bei die Fische – her mit der Kohle

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“Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit – diese Forderung der Frauenbewegung gibt es seit langem. Aber immer noch bestehen 21 Prozent Gehaltsunterschied zwischen den Geschlechtern. Da hat sich seit vielen Jahren auch nichts bewegt. Oder anders ausgedrückt: bis zum 18. März diesen Jahres haben Frauen in diesem Land mal wieder umsonst gearbeitet. Und zwar zusätzlich zu kostenlos geleisteter Care-Arbeit im Haushalt. Dabei hätten wir schon weiter sein können: Mit einem verbindlichen Entgeltgesetz, wie auch Rückkehrrecht von Teilzeit auf Vollzeit, einem höheren Mindestlohn und verbindlichen Tarifverträgen. Jetzt muss es endlich heißen: Butter bei die Fische, her mit der Kohle!“, fordert Cornelia Möhring anlässlich des Equal Pay Day, der in diesem Jahr auf den 18. März 2019 festgelegt wurde.

„Der Equal Pay Day mahnt alle, die Gleichstellung von Frauen endlich ernsthaft voranzutreiben. Absichtserklärungen und freiwillige Vereinbarungen mit den Unternehmen reichen daher nicht aus. Also müssen wir auch eine Woche nach dem internationalen Frauentag wieder unsere Stimme laut erheben und auf diese Ungerechtigkeit aufmerksam machen. In einem Jahr, in dem wir auch 100 Jahre Frauenwahlrecht feiern, bewegt sich bei der Ungerechtigkeit der Bezahlung für geleistete Arbeit nicht viel. Die Auswirkungen sind fatal: Wenn der Lohnunterschied nicht sinkt, steigt das Armutsrisiko und Abhängigkeit von Frauen weiterhin an. Die ist mittelbar ein klarer Verstoß gegen das Grundgesetz – Artikel 3 sagt ausdrücklich, dass niemand wegen seines Geschlechts benachteiligt werden darf.“

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