Corona verschärft häusliche Gewalt

Die taz hat einen wichtigen Bericht von Patricia Hecht veröffentlicht. Denn Frauenhäuser und Frauenberatungsstellen befürchten infolge der Corona-Krise eine deutliche Zunahme häuslicher und sexualisierter Gewalttaten – bis hin zu mehr Femiziden. Der Text widmet sich dem Thema und benennt auch Forderungen, die jetzt erfüllt werden müssten. Auszug: Frauenhäuser und Frauenberatungsstellen rechnen in den nächsten Wochen mit einer deutlichen Zunahme häuslicher und sexualisierter Gewalt. “Diese Rückmeldung bekommen wir aus allen Bundesländern“, sagt auch Katharina Göpner vom Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (BFF). Dort sind rund 190 Stellen zusammengeschlossen, die ambulante Beratung und Hilfe bereitstellen. Zahlen gebe es zwar noch keine. Damit rechne sie in frühestens in vier Wochen. “Aber die Befürchtung ist überall dieselbe.“

Ein Unterkommen in Frauenhäusern sei in der Coronakrise “fast aussichtslos“, befürchtet die frauenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Cornelia Möhring. Sie forderte die schnelle Bereitstellung von Notunterkünften, in denen Frauen Unterstützung erhalten und aus der Gefahrenzone der partnerschaftlichen Gewalt entkommen können. “Das ist für Frauen überlebenswichtig.“ Ferner müsse der Arbeitsschutz des Personals gesichert werden. Die Bundesregierung solle nun entsprechende Mittel zur Verfügung stellen.

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