Feminismus für alle

Presseerklärung zum internationalen Frauentag

profilfoto_160x200„Der Frauentag ist dieses Jahr so wichtig wie schon lange nicht mehr. Denn er gibt uns die Chance unsere Kämpfe noch stärker aufeinander zu beziehen und in der Vielfalt etwas Gemeinsames zu formulieren. Heute sprechen wir uns gegen die offensichtliche Frauenfeindlichkeit aus, die derzeit von Rechtspopulisten in ganz Europa wieder salonfähig gemacht wird. Wir sprechen uns aber genauso gegen die neoliberalen Angriffe auf die soziale Daseinsvorsorge und die Rechte von Arbeitnehmer*innen aus, die Frauen schon immer am stärksten betroffen haben und ihre ökonomische Abhängigkeit nur verstärken“, sagt Cornelia Möhring, frauenpolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag anlässlich des internationalen Frauentags am 8. März.

Möhring weiter: „60 Prozent der geringfügig Beschäftigten sind Frauen. 60 Prozent der Angestellten mit Mindestlohn sind Frauen. 90 Prozent der Alleinerziehenden sind Frauen und damit noch immer besonders armutsgefährdet. Eine echte Gleichstellung, die eine soziale Gleichstellung bedeutet und nicht nur eine formale, ist noch lange nicht erreicht. Ein Feminismus, der dafür streitet, ist deshalb die notwendige Antwort für eine sozial-gerechte Gesellschaft insgesamt. Und er ist eine notwendige Antwort auf die Bedrohung von rechts.“

OFFIZIELLE ARBEITSLOSIGKEIT IN SCHLESWIG-HOLSTEIN

201702_AloGrafik_NEU

Entgelttransparenz kratzt nur leicht an dicken Brettern

Rede Entgelt

 

Das Entgelttransparenzgesetz leistet leider nicht annähernd das, was es verspricht. Ein bisschen mehr Transparenz wird nichts an den gravierenden Lohnunterschieden zwischen Frauen und Männern ändern. An die strukturellen Ursachen, die für den Gender Pay Gap von 21 Prozent verantwortlich sind, gehen die geplanten Regelungen nicht ran. Hier sind dicke Bretter zu bohren, das Gesetz kratzt höchstens ein bisschen am Holz.

Mehr...
Schlagwörter: ,

Lachen und Spielen statt Kriege und Angst – Red Hand Day

IMG_9240Jedes Jahr am 12. Februar findet der internationale Gedenktag gegen Kindersoldaten statt. Seit über zehn Jahren zählt die Aktion ‚Red Hand Day‘ dazu.

Hierbei geht es darum, den eigenen Protest in Form eines roten Handabdruckes deutlich zu machen, mit Namen und Statement. Insgesamt wurden so schon weltweit über 430.000 Abrücke gesammelt. Etwa 200.000 mehr, als es noch Kindersoldaten im Einsatz gibt.

Einige davon, laut UN-Definition, auch bei der Bundeswehr. Denn dies ist ein weiteres Ziel der Aktion und seiner Unterstützer*innen: Sich gegen Rekrutierung und Anwerbung von Minderjährigen für den Freiwilligen Wehrdienst auszusprechen. Denn die einheitliche Forderung ist, dass keine Waffe, in die Hand eines Menschen unter achtzehn gehört – egal wo auf der Welt. Und auch nicht, obwohl ‚Heckler & Koch‘ seine Kleinwaffen extra leicht und somit schonend für den jungen Rücken konzipiert.

Seit fünf Jahren beteiligen sich auch Abgeordnete des deutschen Bundestages bei der Aktion und geben ihre
rote Hand. Getan wurde seither allerdings zu wenig, bemängelt die Organisation: „Deutschland liefert weiterhin massenweise Kleinwaffen und andere Rüstungsgüter in Krisenregionen, in denen Kinder damit kämpfen müssen oder dadurch zu Schaden kommen.“
Weitere Informationen hier.

OFFIZIELLE ARBEITSLOSIGKEIT IN SCHLESWIG-HOLSTEIN

201701_AloGrafik

Diskriminierung an der Wurzel packen – Verbandsklagerecht einführen

2017 01 19_Rede Conni

Wenn wir Diskriminierungen wirksam bekämpfen wollen, müssen wir sie an der Wurzel packen und nicht nur die Ästchen stutzen. Eine Einzelklage gegen Diskriminierung braucht Mut, Zeit und Geld. Das können viele Menschen nicht aufbringen. Deshalb fordern wir ein Verbandsklagerecht im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz, damit Organisationen anstelle von Personen gegen Ungleichbehandlung klagen können.

Mehr...

An der Wurzel packen statt nur Ästchen stutzen

Presseerklärung zum Antrag der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 18/10864):
Diskriminierung bekämpfen – Verbandsklagerecht einführen

„Die Forderung nach einem Verbandsklagerecht, das Organisationen ermöglichen würde anstelle von Personen gegen Verstöße gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz zu klagen, bringen wir mit einem Antrag in den Bundestag ein. Strukturelle Diskriminierungen, die sich auf eine Gruppe von Menschen beziehen, können und dürfen nicht zu Einzelschicksalen gemacht werden, denn sie sind es nicht. Betroffen sind etwa Frauen, die schlechter bezahlt werden als ihre männlichen Kollegen, oder Menschen, die einen Job nicht bekommen, weil sie an einen anderen Gott glauben als der Arbeitgeber“, sagt Cornelia Möhring, frauenpolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag anlässlich der Beratung zum Antrag der Linken „Diskriminierung bekämpfen – Verbandsklagerecht einführen“ am Donnerstag.

Möhring weiter: „Wenn wir Diskriminierungen wirksam bekämpfen wollen, müssen wir sie an der Wurzel packen und nicht nur die Ästchen stutzen. Eine Einzelklage gegen Diskriminierungen braucht Mut, Zeit und Geld. Das können viele Menschen nicht aufbringen, ihre Rechte werden zu bloßem Schall und Rauch. Viele Menschen erleben so eine doppelte Diskriminierung. Wir brauchen ein Verbandsklagerecht um grundlegende Menschenrechte auch wirklich verbindlich durchzusetzen.“

Hier geht es zum Antrag.

 

Parlamentarier schützen Parlamentarier: Ein Bericht zur Lage der HDP-Abgeordneten in der Türkei

Im Sommer dieses Jahres habe ich im Rahmen des Programms „Parlamentarier schützen Parlamentarier“ des Menschenrechtsausschusses des Deutschen Bundestags eine Patenschaft für die HDP-Abgeordnete Bedia Özgökçe Ertan übernommen. Anlässlich der jüngsten Verhaftungen nach den Anschlägen in Istanbul hat sie mir erschütternde Berichte zukommen lassen.

Mehr...

Twitter

LOTTA

Lotta Nr. 13: Banden bilden – Aufbruch der Frauen!

Aktionen von, mit und für Frauen. 100 Jahre Frauenwahlrecht.
Verband Alleinerziehende feiert Geburtstag. Riesinnen in der
Geschichte. Warum wir Zeitsouveränität brauchen.
Unser Thema!
Link: Lotta #13 als PDF

Lotta kostenfrei abonnieren

Unterwegs

Bericht von der Reise nach Griechenland vom 2. bis 4. September 2019
Die EU muss endlich eine menschenwürdige Aufnahme von Schutzsuchenden durchsetzen und die Hotspots an der EU-Außengrenze in Griechenland schließen. Hier gehts zum Reisebericht

Bericht von der Reise nach Südafrika vom 19. bis 26. Mai 2019
Die Reise hat nur wenige Tage nach der Wahl für ein neues Parlament am 8. Mai 2019 stattgefunden. Hier gehts zum Reisebericht

Berichte von der Reise nach Island Mai/Juni 2018
Wie steht es um die Frauenrechte in Island? Ist es wirklich das Traumland der Gleichstellung? Hier geht es zum Reiseblog

Berichte von der Delegationsreise nach Island und Schweden im Mai 2016
Von 22.-27. Mai 2016 befand ich mich auf einer Delegationsreise der Deutsch-Nordischen Parlamentariergruppe in Island und Schweden. Zum Blog

Berichte von der Frauenrechtskommission in New York im März 2015
Als frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE und Delegationsleitung des Familienausschusses im Bundestag nehme ich vom 9.-13. März 2015 an der Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen in New York teil.  Zum Blog