Grußwort zur Jubiläumstagung „Gewalt gegen Frauen beenden! 40 Jahre Autonome Frauenhäuser in Bewegung“

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Liebe Frauen, liebe Kämpferinnen,

ich freue mich sehr über die Gelegenheit, ein Grußwort ausrichten zu dürfen, obwohl ich heute zu meinem tiefsten Bedauern nicht mit Euch und Ihnen allen diskutieren und feiern darf.

Diese Arbeit fordert Anerkennung und Respekt. Diese Arbeit erfordert aber auch ein tragfähiges und dauerhaftes Finanzierungskonzept. Wir als die Bundestagsfraktion DIE LINKE setzen uns für eine bundesweit einheitliche und bedarfsgerechte Finanzierung der Schutzhäuser und Beratungsstellen für von Gewalt betroffene Frauen ein. Es muss endlich eine Pflichtaufgabe für Bund, Länder und Kommunen werden, diese Einrichtungen personell und finanziell in ausreichendem Maße zu finanzieren. Denn es ist eben ein gesamtgesellschaftliches Problem und nicht ein individuelles, das über individuelle Tagessätze lückenhaft bearbeitet werden könnte.

Die Debatten um Sexismus, sexualisierte und körperliche Gewalt gegen Frauen nehmen zu – und wir in der LINKEN versuchen ebenso wie sie, diese Debatten weiter anzufachen und Druck aufzubauen. Trotz allen Lippenbekenntnissen macht mir das dennoch Hoffnung, dass wir gemeinsam eine Lösung erreichen werden. Es ist an der Zeit!

Zunächst wünsche ich Euch und Ihnen spannende Diskussionen zur aktuellen Lage, aber auch einen stolzen Rückblick auf die geleistet Arbeit.

Sylt

Aktuelle frauenpolitische Positionen

cm553x311Kürzlich erreichte mich ein Brief der Landesfrauenräte mit den Beschlüssen Ihrer Konferenz 2015. Gerne habe ich dazu Stellung genommen, zumal die Übereinstimmungen in den Positionen nicht hätten größer sein können.

Weil meine Stellungnahme überdies eine gute Übersicht über aktuelle frauenpolitische Positionen gibt, möchte ich den Briefwechsel allen zugänglich machen.

Hier findet Ihr den Brief der Landesfrauenräte.

Und hier findet Ihr mein Antwortschreiben.

WEIL ES UM MEHR GEHT!

Unter diesem Motto fand heute in Schleswig eine der vielen Warnstreik-Kundgebungen von ver.di in Schleswig-Holstein statt. Die Forderungen der Gewerkschaften sind 6% mehr Geld, vernünftige Übernahme- und Urlaubsregelungen für Auszubildende und die Sicherung der betrieblichen Altersvorsorge.

Die Arbeitgeberseite hat auf diese angemessenen Forderungen mit einer Provokation geantwortet. Die vorgeschlagene Entgelterhöhung würde durch die Preissteigerung einen Reallohnverlust bedeuten, bei den Übernahmen der Auszubildenden soll alles beim alten bleiben und bei der Altersvorsorge sollen die Beschäftigten im Bereich Bund und Kommunen zukünftig mit den schlechteren Bedingungen der Länder abgespeist werden.

Nur verständlich also, dass ver.di die Beschäftigten von Bund und Kommunen zum Warnstreik aufgerufen hat und dass hunderte zu den Kundgebungen erschienen.

Zusammen mit Genossinnen und Genossen aus Schleswig und aus anderen Kreisverbänden habe ich die Gelegenheit wahrgenommen und meine Solidarität mit den Forderungen vor Ort bekräftigt. Denn eins ist ganz klar: Die Kolleginnen und Kollegen sind mehr wert!

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Das muss drin sein! Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen der Helios Kliniken Schleswig!


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Euch steht das Wasser bis zum Hals! Dass Ihr die Kraft aufbringt, Euch zu wehren: Respekt!

Es kann nicht sein, dass Krankenhäuser wie Wirtschaftsunternehmen geführt werden, dass Profit mehr zählt als die Gesundheit der Beschäftigten. Es kann nicht sein, dass Dienstpläne das Papier nicht wert sind, auf dem sie stehen. Und es ist eine Unverschämtheit, Euch mit dem Argument aus dem Frei zu holen, die PatientInnenversorgung wäre sonst gefährdet. Nicht Euer Anspruch auf Erholung gefährdet das Wohlergehen der Patientinnen und Patienten, sondern eine vollkommen verfehlte Personalpolitik!

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Für ein Paket Pampers muss meine Mama drei Stunden lang arbeiten

© Hegermann

© Hegermann

Cornelia Möhring zu Besuch bei der Landesarbeitsgemeinschaft betrieb & gewerkschaft der LINKEn Hamburg zur Frage: Streiken Frauen anders?

Ein Gastbeitrag von Kersten Artus, 5. April 2016

Auf ihrem Kopf thront ein Zauberhut mit breiter Krempe, seine Spitze knickt am Ende leicht nach hinten. Ein großes Medaillon ziert ihren Hals. Ihr rundes, freundliches Gesicht lächelt hinter dem Transparent hervor. „Viel Knüppeln für sehr wenig Gehalt“ steht darauf geschrieben. Einer Sau, die darunter abgebildet ist, schnürt ein Gürtel den breiten Bauch ab. Dagmar und ihre Kolleginnen haben gestreikt. Fünf Monate lang haben die Hauswirtschaftlerinnen beim größten Kitabetreiber Hamburgs, den Elbkindern, für einen höheren Lohn gekämpft. Und weil der Streik in die Faschingszeit fiel, sind sie verkleidet auf die Straße gegangen. Dagmar mit einem Harry-Potter-Hut, andere mit Mäuseohren, Pilzköpfen, Texashüten, Perücken. Und jeder Menge Tamtam. Laut, fröhlich, selbstbewusst.

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Kundgebung zum Equal Pay Day 2016

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Rote Karte gegen Sexismus

Rote Karte gegen SexismusJeden Tag erfahren Frauen in Deutschland den gesellschaftlichen Sexismus. Manchmal direkt und unverhohlen – sie werden auf der Straße belästigt oder beleidigt, ihr Nein wird übergangen, sie werden im Meeting nicht ernst genommen und bei der Beförderung übergangen. In vielen Bereichen aber auch systematisch und subtil – ihre Arbeit wird schlechter oder garnicht bezahlt und Frauen so in Abhängigkeiten oder Armut belassen, ihre Möglichkeiten an Lebensentwürfen eingeschränkt, ihre Körper und Sexualität werden reglementiert.

Wir zeigen Sexismus in all seinen Erscheinungsformen die Rote Karte!

Dazu fordern wir einen Nationalen Aktionsplan gegen Gewalt gegen Frauen und Sexismus, der die vielfältigen Probleme adressiert und einen Kulturwandel in Deutschland anstößt. Denn Sexismus ist keine Importware.

Dazu gehört die Unterstützung von Bildungsprogrammen zum Thema Sexismus und Gleichberechtigung ebenso wie Sensibilisierungsmaßnahmen bei Behörden, Justiz und Polizei. Dazu gehört ein Vorgehen gegen sexistische Werbung ebenso wie die bedarfsgerechte Ausstattung von Frauenhäusern und dem präventiven Hilfesystem. Und vieles mehr. Deshalb braucht es allem voran eine gesamtgesellschaftliche Debatte darüber, wo und wie Sexismus stattfindet und wie wir ihn gemeinsam bekämpfen können. Für eine emanzipatorische und feministisch-sozialistische Gesellschaft!

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LOTTA

Lotta Nr. 13: Banden bilden – Aufbruch der Frauen!

Aktionen von, mit und für Frauen. 100 Jahre Frauenwahlrecht.
Verband Alleinerziehende feiert Geburtstag. Riesinnen in der
Geschichte. Warum wir Zeitsouveränität brauchen.
Unser Thema!
Link: Lotta #13 als PDF

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Unterwegs

Berichte von der Reise nach Südafrika vom 19. bis 26. Mai 2019
Hier geht es zum Reiseblog

Berichte von der Reise nach Island vom 30. Mai bis 2. Juni 2018
Wie steht es um die Frauenrechte in Island? Ist es wirklich das Traumland der Gleichstellung? Hier geht es zum Reiseblog

Berichte von der Delegationsreise nach Island und Schweden
Von 22.-27. Mai 2016 befand ich mich auf einer Delegationsreise der Deutsch-Nordischen Parlamentariergruppe in Island und Schweden. Zum Blog

Berichte von der Frauenrechtskommission in New York
Als frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE und Delegationsleitung des Familienausschusses im Bundestag nehme ich vom 9.-13. März 2015 an der Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen in New York teil.  Zum Blog