Wir brauchen eine sozialpolitische Revolution!

Norddeutsche Arbeitsrechtstagung am 14. Juli 2017

Cornelia Möhring hat als Bundestagsabgeordnete für DIE LINKE an den norddeutschen Arbeitsrechtstagen teilgenommen, die diese Woche in Travemünde stattgefunden hat. Veranstalter ist das ver.di-Forum Nord gewesen, circa 125 Betriebs- und Personalräte waren anwesend. Das Thema der Podiumsdiskussion lautete: “Das Arbeitsrecht nach den Wahlen”. (mehr …)

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Ihr seid es wert! AWO-Beschäftigte im Streik.

Grußwort zum Streik bei der AWO in Lübeck

Liebe Kollegen, liebe Kolleginnen,

mit Respekt und Sympathie verfolge ich die Auseinandersetzungen bei der AWO, die ihr um bessere Gehälter und Arbeitsbedingungen führt.

Es ist völlig inakzeptabel, dass Beschäftigte bei der AWO weniger verdienen als städtische Angestellte. Der Grundsatz „Gleiches Geld für gleichwertige Arbeit“ hat natürlich auch für euch Gültigkeit und es wird Zeit, dass ihr endlich gleichgestellt werdet. Schlimm genug, dass dafür erst gestreikt werden muss!

6,4 Prozent mehr auf dem Gehaltsstreifen, mindestens aber 130 Euro – das sind eure Forderungen und es wäre anständig, wenn eure Arbeitgeberin endlich auf eure Forderungen eingeht. Es wäre aber auch anständig, wenn die Stadt Lübeck von der AWO einfordern würde, dass sie überall die gleichen Gehälter zu zahlen hat wie Einrichtungen, die dem Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes unterliegen – nicht nur in ihren Kitas. DIE LINKE in Schleswig-Holstein wird sich deswegen dafür einsetzen, dass das Zuwendungsrecht in dieser Frage geändert wird. Beschäftigte in Krisenreinrichtungen wie Frauenhäuser, Familienhilfen und Kinderheimen der AWO haben das mehr als verdient!

Ich stehe an eurer Seite, auch wenn ich heute leider nicht bei euch sein kann. Ich wünsche euch viel Kraft und natürlich Erfolg für die Auseinandersetzung!

Solidarische Grüße,
Cornelia Möhring


Siehe auch:

Bericht in publik

ver.di Tarifkomission auf Facebook

Soli-Erklärung DIE LINKE Schleswig-Holstein:

Die LINKE Lübeck unterstützt die Streikenden der AWO bei ihrem sechsten Warnstreik. Seit einem Jahr versucht ver.di mit der AWO einen neuen Tarif auszuhandeln, der den Mitarbeiterinen und Mitarbeitern eine angemessene Lohnerhöhung gibt. Ab heute streiken die Mitarbeiterin und Mitarbeiter der Jugendhilfe-Einrichtungen, Wohngruppen, Frauenhäuser, Mutter-Kind-Einrichtungen und Beratungsstellen, sie fordern eine schrittweise Angleichung an den TVöd, nachdem sie in den letzten Jahren zu Gunsten der AWO Sanierung auf Gehalt und auf Lohnsteigerungen verzichtet hatten um die fast insolvente AWO zu retten.

Nun ist das Unternehmen wieder gesund, der Sanierungstarifvertrag ist Ende 2016 ausgelaufen und die AWO Mitarbeiter seitdem ohne gültigen Tarifvertrag. “Wir können nicht nachvollziehen, dass die AWO-Geschäftsführung ihre Mitarbeiterinen und Mitarbeiter weiterhin mit regelrechten Hungerlöhnen abspeisen wollen und sie damit zu den schlechtbezahltesten Mitarbeitern in der Kinder- und Jugenhilfe in Lübeck und Ostholstein zählen.”, erklärt Sascha Luetkens, Vorsitzender der LINKEN Lübeck und Direktkandidat zur Bundestagswahl. “Es kann nicht sein, dass die Mitarbeiter in Krisenreinrichtungen wie Frauenhäuser, Familienhilfen und Kinderheimen weniger Lohn bekommen, als die Mitarbeiter in den Kindergärten.” Die AWO muss den Angestellten in den Kindertageseinrichtungen den Tarif des öffentlichen Dienstes zahlen, da sie sonst keine Unterstützung der Stadt bekommen, das gilt in den anderen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe nicht.

“Wenn die Stadt die Dienste der AWO bezahlt, muss sie auch hier dafür sorgen, das die AWO ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach städtischen Tarif bezahlt, andere Träger zahlen ihren Mitarbeitern wesentlich mehr.”, fordert Ragnar Lüttke, Bürgerschaftsmitglied für DIE LINKE. “Wir haben es in der Hand und können dafür sorgen, dass es keinen Ausverkauf der Jugendhilfe gibt und dass die Gelder der Stadt auch an die Mitarbeiter für ihre tolle Arbeit weiter gegeben werden.”, so Lüttke weiter. DIE LINKE fordert die AWO zum Umdenken auf und dass die Stadt Lübeck ebenso wie bei den Kindergärten, die Bezahlung der Dienste an Tarifliche Bedingungenn knüpft. “Unsere Solidarität ist bei den Beschäftigten der AWO und wir danken ihnen, dass sie tagtäglich diese gesellschaftlich wichtigen und verantwortungsvollen Aufgaben übernehmen.”, erklären Luetke und Lüttkens gemeinsam.

G20 in Hamburg: Protest ist notwendig und legitim

Kolumne von Cornelia Möhring
veröffentlicht in den Ueternser Nachrichten

Schon jetzt ist klar: Der Preis, der für den G20-Gipfel in Hamburg gezahlt werden muss, ist um einiges höher als die über 400 Millionen Euro, die das Spektakel der Despoten und Pseudo-Demokraten verschlingt. Damit sich die selbst ernannten Herrschenden der Welt ungestört treffen können, wird eine 38 Quadratkilometer große, quasi demokratiefreie, Zone eingerichtet, werden Grundrechte ausgehebelt. Dieser Vertrauensverlust in demokratische Spielregeln ist der höchste Kostenpunkt, der in diesen Tagen entsteht. Protest dagegen ist deswegen legitim.

Die G20 sprechen nicht für die Welt. Ihre Beschlüsse werden zudem nicht kontrolliert. Mit den Vereinten Nationen hingegen gäbe es eine Organisation, in der die Staaten zusammenkommen, um Weltpolitik zu machen – und zwar alle, nicht nur die 20 reichsten. Protest dagegen ist umso notwendiger, weil wir jetzt sehen, wie schnell selbst unser Rechtsstaat Methoden der Absperrung, Ausgrenzung und Kriminalisierung anwendet, damit sich Autokraten, die reihenweise Oppositionelle einsperren und kritische Medien mundtot machen, in der Hansestadt nicht von Widerspruch gestört fühlen müssen.

Wirkungsvoller Protest wird aus Hamburgs Innenstadt verbannt, damit in Ruhe weiter der Boden für Rüstungsdeals, für die Abschottung der Grenzen, für ausbeuterischen Freihandel geebnet werden kann. Wer sich nicht damit abfinden will, dass die derzeitige Wirtschaftspolitik unseren Planeten zerstört und unzählige Kriegsopfer und ertrunkenen Geflüchteten im Mittelmeer nicht akzeptiert, wird dämonisiert und kriminalisiert.

Der Hamburger Senat scheint gerade bestrebt, seinen autoritären Gästen das Wasser reichen zu wollen – er lässt Camps stürmen, Razzien bei linken AktivistInnen durchführen, Pfefferspray sprühen, Wasserwerfer einsetzen, Versammlungen verbieten. Die Liste wird am Montag nach dem Gipfel noch deutlich länger sein. Wer zahlt am Ende die politische Zeche für den Demokratieverlust? Deshalb ist es nötig, am Samstag auf den Straßen Hamburgs gegen die G20 zu protestieren und für Versammlungsfreiheit und Demokratie einzustehen.

Siehe auch: Nach dem W20 ist vor dem G20

Frauenrechte in der Pflege: Solidarisch mit den Beschäftigten

Sexarbeit ist Arbeit. RESPEKT!

Erklärung linker Bundestagsabgeordneter zum Internationalen Hurentag 2. Juni 2017

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Pressekonferenz des Netzwerkes von Sexarbeiter*innen, feministischen Aktivist*innen und Sozialarbeiter*innen, die sich für die Rechte von Sexarbeiter*innen

Im Juli 2016 hat der Bundestag das sogenannte Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG) mehrheitlich beschlossen. Im Juli 2017 trifft es nun in Kraft. Doch weiterhin wird um die Ausübung dieser Tätigkeiten gerungen.

Niemand kann mit dieser Situation zufrieden sein. Die Sexarbeiter*innen werden durch die Überwachungsinstrumente und Gängelungen des neuen Gesetzes in Grundrechten wie der Berufsfreiheit und der freien Ärztewahl eingeschränkt. Sie leiden zudem unter der fortwährenden gesellschaftlichen Stigmatisierung, die durch deren staatliche Legitimierung weiter vorangetrieben wird. Nach dem Gesetz wird eine Sexualität bestraft und verurteilt, nur weil manche*r Sittenhüter*in sie sich nicht als freiwillig vorstellen kann. (mehr …)

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Berliner Erklärung: Gleichberechtigung kommt nicht schnell genug voran

16 Frauenverbände fordern zur Bundestagswahl 2017 gleiche Teilhabe, gleiche Bezahlung sowie Verbindlichkeit, Transparenz und Monitoring von Gleichstellungspolitik

IMG_8207In ihrem aktuellen Forderungskatalog hat die Berliner Erklärung zentrale Themen der Frauenbwegungen aufgegriffen. Ich finde das Bündnis leistet eine großartige und wichtige Arbeit und  bedeutenden Beitrag für Frauen- und Menschenrechte: 2011 hat sich das überparteiliches und gesellschaftliches Bündnis von Parlamentarierinnen aller im Bundestag vertretenen Parteien und führenden Frauenverbänden zur Berliner Erklärung zusammengeschlossen, um die Gleichstellung von Frauen und Männern in allen gesellschaftlichen Bereichen voranzubringen. Dem Artikel 3. Absatz 2 des Grundgesetzes, dass Frauen und Männer gleichberechtig sind, fühlen sich alle Initiatorinnen, Erstunterzeichner*innen und Unterstützer*innen der Berliner Erklärung verpflichtet. Die Initiatorinnen dieses Bündnisses haben maßgeblich dazu beitragen, dass in der jetzigen Legislaturperiode das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen formuliert, vom Parlament im März 2015 verabschiedet und zum 1. Mai 2015 in Kraft getreten ist.

Gemeinsame Forderungen von 16 Frauenverbänden an die Parteien zur Bundestagswahl 2017

Mütter des Grundgesetzes

 

muetter-d.GGGrußwort zur Wanderausstellung

Ohne Elisabeth Selbert, Helene Weber, Frieda Nadig und Helene Wessel würde Artikel 3 des Grundgesetzes der Satz „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ nicht enthalten. Dafür gebührt ihnen unser Dank.

Diese Wanderausstellung im Pinneberger Rathaus erinnert an diese vier Frauen. Sie sind bis heute eine Ermutigung für alle Frauen, sich in der Politik, in den Parlamenten, zu engagieren. Und es ist gut, dass in der Ausstellung auch daran erinnert wird, dass es 1993 einen weiteren Zusatz in Artikel 3 gegeben hat, der für die Gleichstellung der Geschlechter eine große Bedeutung hatte: „Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“ Damit wurde die Grundlage für die Gleichstellungsgesetze geschaffen, die heute auch auf kommunaler Ebene wirken. Es ist die Handlungsgrundlage für die Gleichstellungsbeauftragten. Das zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, dass sich Frauen in der Politik engagieren. (mehr …)

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Nach dem W20 ist vor dem G20

Kolumne von Cornelia Möhring

12101493720630450-2144667792 (2)Nein, das W20-Forum vertritt nicht die Mehrheit der Frauen. Nein, der Einsatz für weibliches Unternehmertum ist noch lange kein Feminismus. Ich habe aufgeschrieben, was ich von der letzte Woche in Berlin statt gefundenen Veranstaltung halte und warum ihr mich auf der Straße gegen den G20-Gipfel treffen werdet.

 

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Lotta Nr. 13: Banden bilden – Aufbruch der Frauen!

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Unterwegs

Bericht von der Reise nach Griechenland vom 2. bis 4. September 2019
Die EU muss endlich eine menschenwürdige Aufnahme von Schutzsuchenden durchsetzen und die Hotspots an der EU-Außengrenze in Griechenland schließen. Hier gehts zum Reisebericht

Bericht von der Reise nach Südafrika vom 19. bis 26. Mai 2019
Die Reise hat nur wenige Tage nach der Wahl für ein neues Parlament am 8. Mai 2019 stattgefunden. Hier gehts zum Reisebericht

Berichte von der Reise nach Island Mai/Juni 2018
Wie steht es um die Frauenrechte in Island? Ist es wirklich das Traumland der Gleichstellung? Hier geht es zum Reiseblog

Berichte von der Delegationsreise nach Island und Schweden im Mai 2016
Von 22.-27. Mai 2016 befand ich mich auf einer Delegationsreise der Deutsch-Nordischen Parlamentariergruppe in Island und Schweden. Zum Blog

Berichte von der Frauenrechtskommission in New York im März 2015
Als frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE und Delegationsleitung des Familienausschusses im Bundestag nehme ich vom 9.-13. März 2015 an der Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen in New York teil.  Zum Blog