Bundestagswahlen 2017 – Das machen wir doch mit links!

Sozialistische Arbeitsgemeinschaft LISA: Zwölf LISA-Frauen kandidieren auf den Landeslisten der LINKEn – deswegen ist es für Frauen attraktiv, am 24. September DIE LINKE zu wählen

Der Text des Flyers:

DIE LINKE setzt sich für einen linken Feminismus – sozial gerecht, sexuell selbstbestimmt und aktiv gegen Gewalt – ein sowie für die gleichberechtigte Teilhabe im öffentlichen, politischen, ökonomischen und privaten Raum von Frauen und Männern. Über die vergangenen Jahrzehnte ist so mancher Fortschritt von Frauen für Frauen erkämpft worden, dies ist eine gute Grundlage für noch weitere notwendige Veränderungen.

Noch immer ist gesellschaftlich unverzichtbare wichtige Arbeit, sowohl im privaten wie im ökonomischen Umfeld, zu gering gewürdigt und bewertet. Überdurchschnittlich häufig sind Frauen im Niedriglohnsektor und in Teilzeit beschäf- tigt oder gar Hartz IV ausgesetzt. Somit ist Altersarmut vorprogrammiert. Doch sind Frauen längst auch in allen Berufszweigen vertreten und haben sich auch in tech- nisch-naturwissenschaftlichen Berufen (oft trotz mächtigem Widerstand) bewährt. Es ist Zeit für eine geschlechtsneutrale, gleichwertige Förderung und Entwicklung in allen Bereichen sowie für eine radikale Umverteilung von Erwerbs- und Sorge-Arbeit auf alle.

Das bedeutet beispielsweise: Die gesellschaftlich unverzichtbare Arbeit mit den Menschen in Kindertagesstätten, Pflegeberufen und in der sozialen Arbeit, die immer noch mehrheitlich von Frauen geleistet wird, muss aufgewertet und besser bezahlt werden! Schluss mit dem Gender-Pay-Gap, Schluss mit Niedriglöhnen und gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit!

Schluss mit der steuerlichen Benachteiligung Alleinerziehen- der, steuerliche Förderung aller Familienformen, in denen Kinder aufwachsen. Altersarmut ist vor allem weiblich, daher fordern wir die volle Anrechnung von Kindererziehung und eine bessere Anrechnung von Pflegezeiten bei der Rentenbe- rechnung sowie ein Rückkehrrecht auf Vollzeitbeschäftigung nach einer Phase von Teilzeitarbeit sowie das Recht auf individuelle Aufstockung der Arbeitszeit.

Ab dem ersten Euro muss die Pflicht zur Sozialversicherung gelten. Perspektivisch eine Arbeitszeitverkürzung, die um 30 Wochenstunden oder einen Sechs-Stunden-Tag kreist, bei vollem Lohn und Personalausgleich. Weg mit der Flexi-Quote, wir brauchen eine verbindliche Frauenquote von 50 Prozent in Wissenschaft und Verwaltung, für alle Aufsichtsräte sowie für die Vorstände aller Unternehmen!

Der Schutz vor Gewalt gegen Frauen muss flächendeckend durch ausreichende Beratungs- und Betreuungseinricht- ungen unterstützt werden. Die Finanzierung von Frauenhäusern, für jede von Gewalt betroffene Frau, muss sicher gestellt sein.

Wir streiten deshalb für eine radikale Veränderung der Gesellschaft, in der alle Tätigkeiten und Bedürfnisse zu ihrem Recht kommen, und nicht die Erwerbsarbeit allein den Takt vorgibt. Eine solche Gesellschaft muss verschiedene Lebens- entwürfe absichern und Selbstbestimmung in Solidarität fördern statt Ich-AGs in Konkurrenz.

Geschlechtergerechtigkeit heißt Emanzipation für die ganze Gesellschaft als gemeinsames Ziel, statt individuellem Durchschlagen gegen Männerdominanz und Konkurrenz. Das ist linker Feminismus.

Eine internationale Frauenbewegung mit vielen mutigen Frauen hat – gegen heftige Widerstände – Land für Land mit Erfolg das Frauenwahlrecht erkämpft.

Der Flyer zum Download