
Am 25. November ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. 40 Prozent aller Frauen in Deutschland erfuhren in ihrem Leben mindestens einmal körperliche oder sexualisierte Gewalt. Bisher sind von vornherein ganze Gruppen von Frauen vom vorhandenen Hilfs- und Schutzangebot ausgeschlossen, weil sie keinen ALG II–Anspruch haben und die Kosten nicht selbst aufbringen können. Die Bundesregierung muss endlich einen Rechtsanspruch auf sofortigen Schutz und umfassende Hilfe schaffen.
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In der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag arbeiten 42 weibliche und 34 männliche Abgeordnete. Damit beträgt der Frauenanteil 55 Prozent. Erstmals bilden die Frauen also die Mehrheit. Doch Geschlechtergerechtigkeit ist keine Frage von Zahlen und einfachen Mehrheiten. Es bedarf auch unterstützenden Strukturen und Rahmenbedingungen, um die politische Arbeit und die politische Willensbildung von Frauen aktiv zu fördern.

Wie die DDR ihre berufstätigen Frauen ehrt - TV-Doku von Luc Jochimsen für den Hessischen Rundfunk aus dem Jahr 1981
Interview mit Luc Jochimsen über ihre TV-Doku von 1981 (MP3)
Yvonne Ploetz
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LISA ist eine autonome Frauenstruktur, in der Frauen die Möglichkeit haben, ihre Politikansätze zu entwickeln, zu diskutieren und zu beschließen.
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Am 9. Mai 2012 übergab die Vorsitzende des Vereins der Bundestagsfraktion DIE LINKE Dr. Barbara Höll den Vorstandsmitgliedern des Vereins der in der DDR geschiedenen Frauen e. V. Ute Lauterbach (Vorstandsvorsitzende) und Brigitte Hoffmann einen Scheck über 500 Euros.
Das Geld wird für die Organisation einer Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt am 15. Mai 2012 gebraucht. Dort will der Verein rentenrechtliche Gerechtigkeit für die über 300 000 betroffenen Frauen einfordern. Hintergrund ist, dass die in der DDR geltenden rentenrechtlichen Regelungen durch das Rentenüberleitungsgesetz beendet wurden, aber keine Anpassung an die in der Bundesrepublik geltenden Regelungen vorgenommen wurden. Folge ist, dass die geschiedenen Frauen keinen Ausgleich für Rentenlücken erhalten, die zumeist durch Sorgearbeit für Kinder oder Familienpflege entstanden. Den Ehemännern wurde hingegen mit dem Einigungsvertrag Bestandsschutz für ihre Renten garantiert, die Frauen erhalten jedoch verminderte Versicherungsrenten.
Mehr als 20 Jahre kämpfen sie nun schon für eine Angleichung bzw. Gleichstellung mit den geltenden Rechten der Bundesrepublik. Zu dem Treffen hatte die 1. Stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion DIE LINKE Cornelia Möhring eingeladen
Cornelia Möhring und Sahra Wagenknacht sind neue 1. stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Im INTERVIEW DER WOCHE skizzieren sie ihre Pläne:
Cornelia Möhring sieht große Chancen in der »Kombination von Sahra als Wirtschafts- und Finanzpolitikerin und mir als feministischer Frauen- und Sozialpolitikerin« für die Verknüpfung von Inhalten. Sahra Wagenknacht denkt schon an die nächste Wahl, denn: »Die Menschen haben genug von Dauerkrise und einer Regierung, die die Interessen der Finanzmärkte zur Maxime des eigenen Handels macht.«
Gratulation zur Wahl als stellvertretende Fraktionsvorsitzende! Was bedeutet die Wahl für Ihre tägliche Arbeit - verändert sich Ihr bisheriges Aufgabengebiet?
Cornelia Möhring: Vielen Dank! Frauenpolitik wird nicht mehr mein Verantwortungsbereich sein, obwohl ich auch in meiner neuen Funktion feministische Politik machen werde. Wir werden uns die Stellvertretung des Fraktionsvorsitzenden teilen, so dass sicherlich einige neue Aufgaben in der Repräsentanz der Fraktion nach außen und Leitungsaufgaben nach innen auf alle vier stellvertretenden Vorsitzenden zukommen werden. Inhaltlich liegen mir liegen die Themen Arbeit und eine neue Politik um Zeit sehr am Herzen. Auch das wird Auswirkungen auf meine tägliche Arbeit haben.
Am 23.Oktober 2011 hat sich auf dem Bundesparteitag der Partei DIE LINKE in Erfurt der Bundesrat LINKE Frauen gegründet. Dem Bundesrat gehören heute bereits mehr als 100 Frauen aus 15 Bundesländern und der AG LISA an.
Wir machen allen Frauenorganisationen der Partei das Angebot, sich mit uns in Verbindung zu setzen und sich in den Gründungsprozess des Bundesrates aktiv einzubringen. Wir laden alle Genossinnen und Sympathisantinnen unserer Partei ein, die Gründung des Bundesrates als Mitgründerinnen zu unterstützen und uns dies per E-Mail mitzuteilen.
Wir – frauenbewegte, gleichstellungsorientierte und feministische Sozialistinnen
in der Partei DIE LINKE - gründen heute auf dem Erfurter Parteitag unserer Partei
einen „Bundesrat LINKE Frauen“.
Mit dem Bundesrat LINKE Frauen bekommt der im Programm unserer Partei
verankerte Wille zur Weiterentwicklung unseres sozialistisch-feministischen Profils
ein demokratisch legitimiertes Forum, von dem aus Diskussionen in die Partei
hineingetragen und dort auf allen Ebenen weitergeführt werden können.
Mit der Schaffung des Bundesrates wollen wir die notwendige Verbindlichkeit und
den organisatorischen Rahmen für die Arbeit aller Frauen in der LINKEn schaffen
und die dafür notwendigen finanziellen Ressourcen sichern. Der Bundesrat soll
Impulse setzen, Veranstaltungen organisieren, die jährliche Bundesfrauenkonferenz
verbindlich vorbereiten und eine größere Ausstrahlung feministischer Positionen in
Partei und Gesellschaft erreichen.
DIE LINKE hat unzählige engagierte, kompetente und ideenreiche Frauen.
Wir wollen nicht länger auf eine Vernetzung verzichten und transparent und in
Zusammenarbeit mit all denjenigen, die auf Länder- und kommunaler Ebene, in
Frauenstrukturen und auf Tagungen an der Weiterentwicklung des sozialistisch-
feministischen Profils arbeiten, die Partei als Vertreterin eines modernen Sozialismus
stärken.
Erfurt, den 23.10.2011
Bisher unterzeichnet von mehr als 100 Gründungsfrauen aus den Landesverbänden
Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen,S achsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen
sowie Frauen der AG Lisa.

Derzeit werden Frauen, die sich aus der Zwangsprostitution befreien konnten, rechtlich als illegal eingereiste Ausländerinnen behandelt. Nur, wenn sie gegen die Täter aussagen, dürfen sie unter Umständen während des Strafverfahrens in Deutschland bleiben. Obwohl sie sich durch die Aussage einem hohen persönlichen Risiko aussetzen, werden sie nach... Mehr...

Ist ein breites Bündnis, über Parteigrenzen hinweg, zur Erreichung eines minimalen Konsens – unterhalb der eigenen Forderungen, aber auf dem Weg zu mehr-, eigentlich ein Schritt in die richtige Richtung oder in die falsche? Diese Frage wird zu Recht angesichts der „Berliner Erklärung diskutiert“. Zugleich macht sie deutlich wie falsch Fragen... Mehr...

Wenn der Papst im Deutschen Bundestag spricht, werde ich nicht im Plenum sitzen, sondern mich an der Gegendemonstration beteiligen. Der Vatikan und auch Benedikt der XVI. als Person tragen eine große Verantwortung dafür, dass wegen des Kondomverbotes des Papstes Hunderttausende in den Ländern des Südens, besonders in Afrika, an Aids erkranken... Mehr...

Am Samstag, den 13.8 haben unter dem Motto „Slutwalk“ (Schlampenmarsch) bundesweit Frauen und Männer gegen Sexismus, sexualisierte Gewalt und ihre Verharmlosung demonstriert. Sie beklagten die Schuldzuweisung an Opfer und forderten das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung. In 13. deutschen Städten waren als Teil einer internationalen... Mehr...